Archiv des Autors: DojoAdmin

1. Kyudo Workshop 2020

(Dieser Bericht wurde von unserem Mitglied Peter erstellt, der im letzten Jahr am Anfängerkurs teilgenommen hat und dieses Jahr als Helfer die Veranstaltung unterstützt hat.)

Wege sind nicht immer einfach zu bestreiten. Das gilt auch für den Bogenweg. Es warten Abzweigungen, Hindernisse und Teilstrecken, die sich lange ziehen können.

Die Teilnehmer unseres ersten Kyudo Workshops begannen ihren Weg auch direkt unter besonderen Umständen. Durch die Covid19 Pandemie konnte der Kurs nicht wie üblich mit 18 Teilnehmern stattfinden und auch sonst gab es viele Dinge zu beachten.

Der Workshop wurde ein wenig verkleinert und so koordiniert, dass jeder der Teilnehmer genug Abstand zu den anderen hatte. Es lagen Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken bereit und wir hatten vorher das Dojo und alle Gerätschaften desinfiziert. 

So vorbereitet konnten am letzten Samstag und Sonntag im Mai zwölf Teilnehmer unter professioneller Anleitung von Johannes Maringer ihre ersten Schritte auf dem Bogenweg wagen.

Die Vorfreude und Spannung waren zu spüren und viele Teilnehmer fanden sich früh ein, was uns die Möglichkeit für einen Austausch gab.

Nachdem alle eingetroffen waren und sich angemeldet hatten ging es direkt ins Dojo.

Dort begannen wir mit einer Vorstellungsrunde. Es ist immer wieder interessant zu erfahren, welche Beweggründe es gibt, mit Kyudo zu beginnen und welche Berührungspunkte die Teilnehmer und auch die Mitglieder bereits mit Japan und dem Bogenschießen hatten.

Einen ersten Eindruck von den Abläufen, der Harmonie und der Eleganz des Kyudo bekamen die Teilnehmer dann durch das Vorschießen von Darlene und Johannes. Danach begannen auch schon die Übungen mit der Zwille. Man sagt „Aller Anfang ist schwer“ und das trifft auch auf Kyudo zu. Direkt zu Beginn lernten unsere Besucher die achte Bewegungsformen:

Das Ausrichten zum Ziel und das korrekte Setzen der Füße.

Das Einnehmen der richtigen Körperhaltung.

Das Greifen des Bogens.

Das Heben des Bogens.

Das Aufspannen/Ausziehen des Bogens und der Vollauszug.

Die Balance von Körper und Geist vor dem Abschuss.

Die Bewegung und Arbeit der linken Hand.

Der Abschuss, die Haltung nach dem Abschuss und das zurückführen der Hände.

Das waren viele Schritte und Details, die gelernt und verinnerlicht werden mussten, aber die Teilnehmer waren eifrige dabei und schnell wurden erste Erfolge sichtbar und die Bewegungsabläufe nahmen an Eleganz und Leichtigkeit zu.

Wer viel lernt, sollte keinen leeren Magen haben. Daher gab es neben den kleineren Trinkpausen im Freien auch eine große Pause zur Stärkung bei der es allerlei Leckereien gab, die unsere Helfer schon vorbereitet hatten.

Neben den praktischen Übungen am Ziehgummi vermittelte unser Trainer Johannes auch Wissen zu Geschichte, Ausrüstung, Besonderheiten, Etikette und vielen Dingen mehr, die Kyudo so interessant und spannend machen.

Welche Fortschritte auf dem Bogenweg gemacht werden konnten und wie das Schießen und die Bewegungsformen nach einem oder zwei Jahren Übung aussehen, zeigten die Helfer und Vereinsmitglieder dann bei einem kleinen Vorschießen auf das nahe Ziel, die Reisstrohrolle (Makiwara). Alle Schützen hatten selbst erst ein Jahr oder zwei Jahre zuvor den Workshop besucht und damit ihren Weg begonnen.

Danach konnten die Teilnehmer selbst erste Erfahrungen damit machen, wie sich der Yumi, der japanische Langbogen anfühlt und wie beeindruckend die mehr als 2,21 Länge der Bögen sein kann. Nachdem der korrekte Griff am Bogen angesetzt wurde, folgten erste kleine Übungen zum Ausziehen des Bogens und anschließend zum „flitschen“ der Sehne bei kurzem Auszug und dem wichtigen Arbeit, die von der linken Hand verrichtet werden muss, um den Bogen zu drehen.

Bereits am Ende des ersten Tages war es soweit – die Teilnehmer konnten unter Anleitung von Johannes das erste Mal selbst den doch recht komplexen Ablauf vor dem Makiwara üben und anschließend auch ihre ersten Pfeile auf die Reisstrohrolle schießen. Die Abläufe wurden dann auch intensiv geübt und mit Hilfe der Hinweise unseres Trainers verbessert. Am Ende des zweiten Tages hatten sich Haltung, Fluss der Bewegung, der Griff am Bogen und insgesamt die Ausstrahlung der Teilnehmer beim Schießen deutlich verändert.

Mit zahlreichen Informationen, praktischen Erfahrungen und motivierenden Eindrücken sind unsere Kursbesucher ihre ersten Schritt auf dem Bogenweg gegangen und wir freuen uns, dass sich auch in diesem Jahr wieder einige neue Kyujin gefunden haben, die mit uns gemeinsam all die Herausforderungen und Hindernisse des Bogenweges überwinden wollen.

Auch im nächsten Jahr wird es wieder einen Workshop für Anfänger geben, dann hoffentlich ohne die Corona-Einschränkungen.

Bis dahin empfehlen wir allen, die noch mehr über Kyudo in NRW und Anfängerkurse in anderen Vereinen wissen wollen, einen Blick auf die Seite des Nordrhein-Westfälischen  Kyudo Verbands e.V. (NWKyuV e.V.):  

www.kyudo.nrw

Kyudo Workshop II – 23. August 2020 – ausgebucht

Dank der sehr hohen Nachfrage ist nun auch der Anfängerkurs für den 23. August 2020 ausgebucht. Wir bedanken uns bei allen Interessenten.

Weitere Kyudo-Workshops werden im Juni nächsten Jahres stattfinden. Wir informieren euch hier auf der Seite, sobald dazu die Termine stehen.


Euer Düsseldojo Vorstand

5. Koi Taikai (2020) abgesagt

Durch die anhaltenden Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie muss unser diesjähriges Koi Taikai leider ausfallen. Damit verschiebt sich das 5. Koi Taikai auf nächstes Jahr.

Kommt bei Fragen gern auf uns zu.

Bleibt gesund und bis hoffentlich bald.

Euer Düsseldojo Vorstand

Neujahrsschießen im Düsseldojo

Ein Bericht von Peter Fey

Die Kyudoka vom Düsseldojo begrüßen das Jahr der Ratte. Voller Vorfreude und gut vorbereitet fanden wir uns dazu am Samstag dem 11.01.2020 zum Neujahrsschießen am Aderdamm ein.  Bei schönstem Neujahrswetter bereiteten wir gemeinsam mit unseren Gästen aus Mönchengladbach das Dojo vor. Das Kyudo-Jahr konnte nun beginnen.

Nach der Begrüßung der Anwesenden Kyudoka leitete Johannes Maringer mit einem Yawatashi das Kagami Biraki ein. Das dabei alle Pfeile sicher ihr Ziel fanden ist sicher ein gutes Zeichen für ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr.

Im Anschluss starteten alle sicheren Mato-Schützen mit einem Heki-Taihai ins Jahr der Metallratte. Für die Jüngeren unter uns war es nicht nur das erste Taihai 2020, sondern auch das erste Taihai zu fünft. Eine spannende und sehr lehrreiche Erfahrung.

Der lockere Part mit Mato Asobi, den Zielspielen begann nach einer kurzen Stärkung durch die zahlreichen mitgebrachten Leckereien. Für die traditionell durchgeführten Zielspiele hatten wir bereits im Dezember verschiedene Mato und andere Ziele vorbereitet. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Künstler, die unser Neujahrsschießen mit wunderschönen Matos zu einem besonderen Erlebnis machten.

Beim Mato Asobi hatte jeder Schütze einen Pfeil für eines der insgesamt 20 verschiedenen Ziele. Die dreifarbigen Mato und das ANKF-Mato waren dabei noch die leichteren Ziele. Schwierig wurde es bei Fächer, Helm oder dem Iwari. Das vermeintlich einfachste Ziel, das O-Mato, eine Zielscheibe von etwa einem Meter Durchmesser, entpuppte sich dann doch als psychischer Prüfstein, da die Angst hier zu verfehlen, doch besonders groß war.

Am Ende konnten wir aber auch hier zahlreiche Treffer landen. Die zielsicherste Schützin des Neujahrschießens war Darlene Maringer, die sich mit insgesamt 74 Punkten den Sieg sicherte. Nur einen einzigen Punkt dahinter kam unser Gast Bernd Thewes aus Mönchengladbach mit 73 Punkten auf Platz 2.  Den dritten Rang sicherte sich ebenfalls ein Mönchengladbacher, Detlef Foth mit 35 Punkten.

Für uns war das Neujahrsschießen ein wundervoller Start und wir wünschen allen Kyudoka im Jahr der Metallratte Gesundheit, Erfolg und große Fortschritte auf dem Bogenweg.

Offene 28. deutsche Enteki-Meisterschaft 2019 im Düsseldojo – Von lauten und leisen Tönen

Ein Bericht von Peter Fey

Nachdem der Kyudoverein Düsseldojo bereits das Enteki-Event im letzten Jahr ausgerichtet hatte, war es am 07. und 08. September diesen Jahres wieder so weit. Wir luden zu den offenen 28. Enteki- Meisterschaften nach Düsseldorf ein und 33 Schützen aus 7 Bundesländern, sowie Gäste aus Frankreich, Großbritannien, Ungarn und den Niederlanden trafen sich zu einem spannenden Wettkampf.
Für mich als Anfänger auf dem Bogenweg war es das erste Event dieser Art und es wird mir lange in Erinnerung bleiben. Die zwei Tage beeindruckten besonders durch den starken Kontrast lauter und leiser Töne.
Bereits in den Tagen vor dem Event waren zahlreiche Helfer eifrig damit beschäftigt das Event bestens vorzubereiten. Am Samstag den 07. September war es dann so weit. Während noch die letzten Vorbereitungen getroffen wurden, trafen bereits die ersten Kyudoka ein. Die Vorfreude war spürbar.
Das Event startete mit einer eindrucksvollen Zeremonie des Wettkampfleiters Shigeyasu Kameo. Die gespannte Stille der Zuschauer und Kameos standen im krassen Gegensatz zum Donnergrollen des vorbeiziehenden Gewitters in der Ferne. Besser hätte das Event nicht starten können und auch der Wettergott war uns danach gewogen und wir konnten uns Samstag und Sonntag bis auf seltene Schauer über sonnige Wettkämpfe freuen.
Als Kanteki beobachtete ich nicht nur den Pfeilflug sehr genau, sondern auch die Technik der anwesenden Kyudoka. Lernen durch Beobachten – für uns Anfänger war der Wettkampf gleichzeitig ein 2 Tage währendes Seminar.
Am ersten Tag im Einzelwettkampf wurden insgesamt 4 Runden a 4 Pfeile geschossen. Auch ohne hinzusehen ließen sich feine, aber sehr klare Unterschiede heraushören, wenn die Teilnehmer auf das 60 Meter entfernte Ziel schossen. Ob helles Sirren, kraftvolles Zischen oder ein gespenstisch leiser Schuss, bei dem nur Abschuss und der folgende Treffer hörbar waren – es war alles dabei.
Den Titel holte sich Stefan Brendel aus Bayern mit 11 Treffern von 16 Pfeilen. Lediglich einen einzigen Treffer hinter ihm belegte Anna Rykov aus Hessen den zweiten Platz. Der dritte Platz wurde im Enkin entschieden. Ingrid Haußner und Dirk Mühlbrandt schossen jeweils einen Pfeil ab und Dirk Mühlbrandt sicherte sich mit einem satten Treffer im inneren Kreis den dritten Platz.
Nach der konzentrierten Stille im Wettkampf war es am Abend Zeit für kraftvolle laute Töne. Die Taikogruppe „Taiko Miyabi“ fesselte die Teilnehmer mit ihrer Vorführung im Dojo. Wo sonst konzentrierte Kyudoka des Düsseldojo in Stille trainieren, heizten nun galoppierende Rhythmen und durchdringend klares japanisches Flötenspiel den Zuschauern ein. Vielen Dank an dieser Stelle an Yuko Kojima-Bauer und ihr Team.
Leise und gemütlich endete der erste Wettkampf-Tag mit einem abendlichen Buffet und vielen interessanten, unterhaltsamen und lehrreichen Gesprächen.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Mannschaftswettbewerbs und der gleichzeitig durchgeführten Goldenen Mato-Meisterschaft. Im 50sten deutschen Kyudo Jahr wurde erstmals in Teams um den Sieg gerungen.
Den Teilnehmern war anzusehen, dass dies etwas Besonderes war und die von Allen geteilte Begeisterung für den Bogenweg ließ sich aus den Gesichtern ablesen.
Mit beeindruckenden 19 Treffern, von denen allein 9 Treffer aus der letzten der drei Runden stammten, setze sich das bayrische Team ganz klar von den Verfolgern ab und holte sich verdient Platz 1.
Auch im Mannschaftsschießen musste die Entscheidung der Plätze 2 und 3 durch Enkin herbeigeführt werden. Das Team aus Hamburg und das gemischte Team aus NRW und Niedersachsen konnten jeweils 13 Treffer vorweisen und mussten damit ins Stechen. Dort hatte das Hamburger Team am Ende die Nase eine Nockenlänge vorn und holte sich den zweiten Platz.
Noch deutlich knapper ging es in der gleichzeitig durchgeführten Goldenen Mato-Meisterschaft zu. Auch hier könnte man den Sieger mit den Worten „Wea ko, dea ko“ ankündigen, denn auch hier sicherte sich mit Martin Lenz am Ende einer unserer bayrischen Gäste mit zwei Treffern den Sieg.
Der zweite und der dritte Platz allerdings musste durch ein Dreifach-Enkin entschieden werden. Ich war vermutlich gespannter, als die drei Schützen Ulrich Grußendorf, Arndt Hellwig und Shigeyasu Kameo. Am Ende entschieden nur wenige Zentimeter die Plätze. Arndt Hellwig sicherte sich knapp vor Shigeyasu Kameo den zweiten Platz.
Mit der Siegerehrung, einer Danksagung an die Wettkampfrichter, die uns sicher und sehr charismatisch durch den Wettkampf geleitet hatten endete auch der zweite Tag und viele glückliche Kyudoka machten sich auf dem Heimweg, bepackt mit vielen neuen Erfahrungen und der ein oder anderen Auszeichnung.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Teilnehmern, den Wettkampfrichtern, meinem Trainer Johannes und meinen Senpais, Mike, Jonas und Martin zu bedanken. Das Wochenende hat mich auf meinem Bogenweg sehr viel weitergebracht und ich brenne bereits auf das nächste Event und darauf selbst (hoffentlich) bald an solchen Wettkämpfen teilnehmen zu können.

Sommer-Anfängerkurs 2019 im Düsseldojo

(Dieser Bericht wurde von unserem Mitglied Ralf erstellt, welcher im letzten Jahr an dem Anfängerkurs teilgenommen hat und in diesem Jahr als Helfer die Veranstaltung unterstützt hat.)

Am ersten Juniwochenende organisierte der Kyudo Verein Düsseldojo, wie bereits im letzten Jahr, ein Einsteigerkurs für Menschen, die Kyudo, das traditionelle japanische Bogenschießen, kennen lernen wollten.

Vor fast genau einem Jahr hatte ich diese Möglichkeit auf dem Vereinsgelände am Aderdamm selber genutzt und übe mich seit dem, zusammen mit anderen Mitgliedern des Vereins, auf dem Weg des Bogens.
So war es für mich besonders spannend, nun als Helfer des Dojoleiters Johannes und der Assistenten Darlene, Angie und Jonas am zweiten Seminartag teilzunehmen und die 16 Einsteiger, ähnlich wie mich selber vor einem Jahr, zu erleben.

Der erste Tag begann mit einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde. Die Mitglieder vom Kyudo Verein Düsseldojo berichteten über Ihren Bogenweg, Erfahrungen und die Faszination Bogenschießen.
Der Workshop wurde mit einen Vorschießen eröffnet, danach begann die Übung mit Zwille und den 8 Bewegungsstufen: Ausrichtung zum Ziel, setzen der Füsse, Körperhaltung, greifen von Ziehgummi, heben und aufspannen, vollauszug, körperliche und geistige Arbeit vorm Abschuss, Arbeit der linken Hand, Abschuss und zurückführen der Hände.

Am zweiten Tag wurden bei hochsommerlichem Wetter die Übungen vom Vortag wiederholt und vertieft, die Teilnehmer nahmen die acht Positionen eines Schießvorganges ein und übten die Bewegungen mit der Zwille als Vorbereitung zum Umgang mit dem Bogen.
Die Übungsleiter betreuten die einzelnen Gruppen und gaben unermüdlich Tipps, um den Ablauf zu verbessern.

Zwischen den praktischen Übungen gab Johannes Informationen zu Geschichte, Material und anderen Themen rund um das Kyudo, um den Einsteigern ein umfassendes Bild zu vermitteln.
Auch für die notwendigen Pausen und Verpflegung war gesorgt, schließlich forderten die neuen Eindrücke und Erfahrungen sowie die hohen Temperaturen viel Energie von den Teilnehmern.

Als der Umgang mit der Übungszwille sicherer geworden war, wurde diese gegen den japanischen Bogen ausgetauscht. Zuerst wurde die Sehen nur ein kurzes Stück ausgezogen und losgelassen, danach dann der volle Auszug mit eingelegtem Pfeil und noch ohne Abschuss.
Als auch dieser Ablauf eingeübt war, konnten die Teilnehmer auf eine etwa zwei Meter entfernte Strohrolle („Makiwara“) schießen.
Hierbei waren die vier Betreuer besonders gefordert, da dieses erste Schießen gerade für Einsteiger einen komplexen Bewegungsablauf darstellt.

Zum Ende des Seminars gab es dann als Abschluss die Möglichkeit, dass Schießen auf 28 Meter Entfernung auf eine Zielscheibe („Mato“) zu probieren.Ich fand es mutig, dass alle Teilnehmer diese anspruchsvolle Aufgabe angenommen hatten, besonders nach den erst wenigen Stunden des Übens.
Nachdem auch dieser letzte Abschnitt des Tages gut geschafft war, konnte jeder in einer kurzen Abschlussrunde von seinen Erfahrungen berichten.

Ich hatte den Eindruck, dass alle Teilnehmer einen intensiven Eindruck des japanischen Bogenschießens gewonnen hatten und auch einige diesen spannenden Weg des Bogens im Verein weitergehen wollen.

4. Koi Taikai (2019)

Am Mittwoch, den 1. Mai 2019, haben wir unseren 4. Koi-Taikai ausgerichtet.
Der Koi-Taikai ist ein Wettkampf, bei dem in 5 Runden je 4 Pfeile auf unterschiedlich große Mato (13 – 51 cm) aus 28 m Entfernung geschossen werden. Jeder Treffer wird gleich gewertet und es ist immer wieder erstaunlich, wie vergleichsweise gut die kleinen und wie vergleichsweise schlecht die großen Zielscheiben getroffen werden. Besonders beim größten Mato ist man oft nicht fokussiert genug, da es vermeintlich nicht verfehlt werden kann.

Für den Koi-Taikai wurde unser Dojo von unseren hilfsbereiten Mitgliedern liebevoll hergerichtet. Seitlich zum Schießbereich wurden Koi-Fahnen aufgehangen, die sich sanft durch die Luft bewegten.

Nach dem Eintreffen der Teilnehmer aus den umliegenden Kyudo Vereinen, begann der Wettkampf pünktlich um 11 Uhr.

Nach 5 spannenden Runden konnte sich Darlene aus dem Düsseldojo zum 3. Mal in Folge mit 8 Treffen durchsetzen und sich somit erneut auf unserem Wanderpokal verewigen. Auf dem zweiten Platz folgte Sabrina aus dem Kyudo Verein Niederrhein mit 7 Treffern, den dritten Platz konnte Mirco aus dem Düsseldojo mit 6 Treffen für sich entscheiden.

Während und nach dem Wettkampf wurden die Teilnehmer und Gäste durch unsere Mitglieder mit Essen und Getränke versorgt. Mit der Siegerehrung und der Übergabe von Urkunden und Preise endete der 4. Koi-Taikai. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und bei unseren Helfern für diesen schönen Wettkampf!

Düsseldojo-Team gewinnt die NRW-Landesmeisterschaft 2019

Am Sonntag den 28.04.2019 trafen sich 25 Schützen aus 5 Vereinen zur NRW-Landesmeisterschaft im Kyudojo-Ruhr e.V. in Schwerte unter der Wettkampfleitung von Johannes Maringer.

Nach dem Angrüßen und einem kurzen Einschießen begann der Team-Wettkampf. Die 8 Teams aus Bonn, Schwerte, Mönchengladbach, Aachen und Düsseldorf mit jeweils drei Schützen schossen in vier runden insgesamt 48 Pfeile.

Nach der letzten Runde konnte sich unser Team aus dem Düsseldojo gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Das Endergebnis im Team-Wettkampf lautet:

Platz 1: Düsseldojo mit Darlene, Mike und Martin, 32/48 Treffern
Platz 2: Aachen mit Wolfgang, Malte und Friedgar, 30/48 Treffern
Platz 3: Bonn mit Gisela, Christoph und Detlef, 24/48 Treffern

Anschließend fand der Einzel-Wettkampf mit 25 Schützen statt.
In der ersten Runde wurden von jedem Schützen 4 Pfeile im ANKF-Taihai geschossen.
Die 16 trefferstärksten Schützen konnten sich für die K.O.-Runden qualifizieren, bei denen zwei Schützen gegeneinander antreten und jeweils zwei Pfeile schießen.

Nach einem spannenden Wettkampf konnte sich Friedgar aus dem PTSV Aachen mit 9 Treffern in Folge die Einzelmeisterschaft sichern.
Auf den zweiten Platz schaffte es Giesela aus dem SSF Bonn, gefolgt von Sebastian aus dem Kyudodojo-Ruhr. Wir gratulieren allen Platzierten und Teilnehmern und bedanken uns bei dem Kyudodojo-Ruhr für die erneute Ausrichtung der Meisterschaft!

Bundeslehrgang für Trainer im Düsseldojo

1.Tag

Die Vorbereitungen liefen noch als die ersten Gäste eintrafen. Viele bekannte Gesichter, die man immer auf solchen Lehrgängen trifft. Die Ausschreibung war dieses Jahr frühzeitig verteilt worden, da Shige im März noch in Japan war und Connie als Vize-Präsidentin die Ausbildung der C und B-Trainer koordiniert.

In kleinem Rahmen mit nur 16 TN, aber mit deutlichen Qualitätsanforderungen der Lehrer Shige Kameo, Kyoshi 6.Dan und Connie Brandl-Hoff, Renshi 5. Dan, begann das Seminar pünktlich um 14 Uhr in der DCS-Halle, die die Mitglieder vom Düsseldojo in der Winterzeit zum Kinteki-Training nutzen. Die Sonne hatte die Halle schon ordentlich aufgewärmt und so kam man im Kimono auch vor dem Training leicht ins Schwitzen.

Die Aufstellung zum Rei erfolgte in üblicher Manier nach Graduierung, vom 5.Dan bis 3.Dan, da das Seminar als schulübergreifend ausgeschrieben war, durften sich die Teilnehmer anschliessend nach Kyudoalter, von 35 bis 10 Jahren, ausrichten.

Das Yawatashi wurde von den Lehrern als Mochi Mato Sharei durchgeführt. Die Gruppeneinteilung war bereits im Vorfeld geschehen und so waren die Teilnehmer in 4er Tachi gefordert, ihre Präsenz in der Zeremonie zu zeigen. Den aufmerksamen Lehrern entging nichts, so wurde Ikiai, die Atemharmonie, Maai und Zanshin in den Bewegungen als sehr ausbaufähig beschrieben. Eintritt ins Dojo, Laufen und Richtungsänderung waren die nächsten Punkte, die durch praktische Übungen mit Connie verbessert wurden. Es wurde das Zeitfenster vom Eintritt bis Verlassen des Dojo gestoppt. Die Teilnehmer hatten sehr unterschiedliche Wahrnehmungen, von 9 bis 20 min. Bei gutem Timing dauert ein 4er Mochi mato ca. 16 min, war die Erläuterung von Shige. Alle 4 Tachi haben aber ihre 18-19 min gebraucht. Und schon war es 18:30 h, alle 7 Sachen einpacken, umziehen und zum Mexikaner.

2. Tag

Nach dem Angrüßen wurde direkt das Gruppenbild gemacht, als alle noch ordentlich gekleidet waren. Als Eröffnung hat Connie und Shige ein Hitotsu Mato Sharei vorgeschossen. Die Teilnehmer starteten im ANKF Prüfungs-Taihai unter den Adleraugen von Connie und Shige. Als Resümee war eine deutlich bessere Präsenz, mehr Ruhe und Rhythmus in der Bewegung spürbar, denn die Prüfungsform ist vielen geläufiger als die Zeremonieform. Nach dieser anstrengenden Übung wurde eine kleine Trinkpause erlaubt.

Shige erläuterte nochmal die Aufgaben der Kaizoe mit Timing zur Synchronisation mit dem Ite. In Dreiergruppen wurde diese Aufgabe praktisch geübt: Sonkyo, Pfeilübergabe des Daini Kaizoe ins Dojo und Pfeilübergabe des Daiichi Kaizoe an den Ite.

In 2 Shajo durfte jede Gruppe dann ein Yawatashi komplett durchführen. Sowohl für Zasha als auch Rissha Schützen, was sonst eher ungewöhnlich ist.

Zu Schluss gab es eine Feedbackrunde der Teilnehmer, die sehr positiv ausfiel, da die Gruppengröße sehr angenehm war, die Teilnehmer auf gleichem oder ähnlichem Level waren, Fragen gestellt werden konnten und alle die Zeremonie von Connie und Shige als ausdrucksstark und harmonisch wahrgenommen haben. Geschafft, aber Glücklich.

Wir danken unseren Mitgliedern vom Düsseldojo für die Vorbereitungen, den Service während des Seminars und Abbauarbeiten, Wir ziehen jetzt um zum Sommertraining in unser Dojo Aderdamm.

(Text: Darlene u. Johannes Maringer)

Bildnachweis: Shige Kameo, Johannes Maringer, Stefan Brendel