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Bericht Landesmeisterschaft NRW 2022

ein Bericht von Peter Fey

Nachdem die letzten 2 Landesmeisterschaften coronabedingt im Herbst stattgefunden haben, konnten wir uns dieses Jahr zur gewohnten Sommerzeit mit den Kyudoka der anderen NRW Dojos messen.

Im Vorfeld hatten wir jeden möglichen Extratermin durch Brückentage und andere freie Tage genutzt, um noch die ein oder andere Trainingseinheit mehr absolvieren zu können. Dabei wurde nicht nur das Schießen selbst verbessert, sondern wir übten auch die Bewegungsform (Zasha Kyogi Maai), damit beim Wettkampf alles harmonisch in einem Fluss durchgeführt werden konnte.

Am 19. Juni war es dann so weit. Insgesamt 5 Kyudoka aus unserem Dojo machten sich auf den Weg nach Aachen, um sich dort der Herausforderung zu stellen. Unserem Trainer Johannes oblag als Landestrainer dort die Wettkampfleitung, unterstützt von Manfred Speidel, der die Begrüßung übernahm. Da wollten wir natürlich umso mehr beweisen, dass wir gut aufgepasst hatten. Nach der Auslosung der Teams und einem Yawatashi durch Johannes ging es dann auch direkt in den Teamwettkampf.

Insgesamt traten 6 Teams und 25 Einzelschützen an.

Während Darlene, Elijah und ich direkt für das Düsseldojo antraten, bildeten Marvin und Steffi mit den Mönchengladbachern Sabrina und Frank ein mixed Team.

Der Teamwettkampf bestand aus 4 Runden mit jeweils 4 Pfeilen. Und auch in diesem Jahr zeigte sich einmal mehr, dass die Aachener mit Malte, Friedgar und Jonas ein sehr starkes Team stellten, die sich souverän mit 32 von 48 möglichen Treffern den ersten Platz holten.

Für uns reichte es aber direkt dahinter mit 19 Treffern zum zweiten Platz, knapp vor den Bonnern, die sich im Stechen gegen das Kyudojo Ruhr durchsetzen konnten. Beide Mannschaften hatten 16 Treffer erzielt.

Ein schöner Erfolg für unser Dojo, aber um die Aachener zu schlagen, müssen wir wohl doch noch ein paar Trainingseinheiten zusätzlich einstreuen.

Im Anschluss wurden direkt die Positionen für die Einzel Meisterschaft schießen ausgelost.

Nach einer Stärkung war es dann auch so weit. Anders als in den Vorjahren wurde diesmal nicht im Turnier-Modus um den Sieg gekämpft, sondern in einem klaren 12-Pfeile Wettkampf. Jeder Schütze durfte 3 Mal mit jeweils 4 Pfeilen antreten.

Auch hier erwiesen sich Friedgar und Malte aus Aachen als (noch) nicht erreichbar. Mit 11 von 12 Treffern holte sich Friedgar vor Malte mit 10 von 12 Treffern den ersten Platz.

Der Kampf um den dritten Platz war für uns vom Düsseldojo besonders erfreulich, da Darlene, Elijah und ich selbst mit jeweils 7 Treffern ins Stechen um Platz drei gehen konnten. Der dritte Platz für unseren Verein war also schon einmal sicher.

Als Jüngster durfte Elijah anfangen und er zeigte Nervenstärke. Ein satter Schuss der das Mato oben rechts traf. Danach war ich dran und konnte meinen Pfeil leicht links unter der Mitte im Mato versenken. Und auch Darlene ließ es sich im Stechen nicht nehmen, noch einmal ihre Treffsicherheit unter Beweis zu stellen und platzierte ihren Pfeil sicher unten rechts im Mato.

Am Ende hatte ich knapp die Nase vorn, da mein Pfeil näher zur Mitte des Ziels steckte. Damit konnte ich mir den dritten Platz sichern.

Dieses Stechen mit zwei Vereinsmitgliedern, bei dem wir alle das Mato trafen, war definitiv eines der Highlights in meinen bisher etwas mehr als drei Jahren Kyudo.

Wir freuen uns bereits alle auf die Wettkämpfe, die in diesem Jahr noch kommen werden und wünschen dem NRW Team, dass zur deutschen Meisterschaft in Berlin fährt viel Erfolg und ausdauernd durchschlagend treffende Pfeile.

Workshops im Mai

ein Bericht von Peter Fey

Der Mai neigt sich dem Ende entgegen und es hat sich wieder viel getan. Der Azuchi-Bau schreitet stetig voran und wir konnten die ersten beiden Workshop diesen Jahres durchführen. Diesmal dann auch ohne größere Einschränkungen durch Covid.

Die Vorbereitungen mit zahlreichen Helfern liefen schnell und koordiniert. Inzwischen sind wir recht gut eingespielt. Die Anmeldung war aufgebaut, die Ziehgummis und Handschuhe lagen genauso bereit, wie Getränke für die beiden doch sehr schönen und warmen Workshoptage beider Workshops. Die Gäste konnten kommen.

Die Workshops liefen recht ähnlich ab. Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Trainer Johannes gab es zunächst eine Vorstellungsrunde. Für uns ist es immer wieder spannend zu hören, welche Beweggründe die Teilnehmer zu uns führen. Von reiner Neugier, über die Suche nach einem Ausgleich für viel persönliche Energie bis hin zu einer Sportart, die auch im fortgeschrittenen Alter problemlos ausgeführt werden kann.

Nach der Vorstellung konnten die Teilnehmer dann auch direkt einen ersten Eindruck davon gewinnen, wie sich Kyudo und die ganz eigene Atmosphäre in unserem Dojo anfühlt. Beim Vorschießen der älteren Schützen herrschte gespannte Stille.

Dieser erste Einblick war nur ein kleiner Vorgeschmack. Danach ging es direkt an die ersten Übungen mit dem Ziehgummi: Griff setzen, Aufziehen, Körper ausrichten – gar nicht so einfach, wenn es das erste mal gemacht wird und die Bewegung selbst doch recht ungewohnt ist.

Aber in beiden Workshops haben unsere Teilnehmer das super gemeistert.

Zur Auflockerung gab es zwischendurch immer wieder ein wenig Theorie zu Material, Geschichte und Dojo-Etikette. Und natürlich durften auch Trink- und Mittagspausen mit selbstgemachtem Sushi, Getränken und allerlei Knabbereien und Obst nicht fehlen.

Nach den Vormittags-Übungen mit dem Ziehgummi konnten sich unsere Gäste dann nach dem Mittag auch zum ersten Mal mit dem Bogen vertraut machen. Aufziehen, Flitschen und ein Gefühl für das Handling und die Maße des Bogens bekommen.

Danach wurde es auch schon ernst. Ziel eines jeden Workshops ist der Abschuss von zwei Pfeilen auf das Makiwara, also die Strohrollen, die in Sichthöhe aufgestellt sind. Und auch in unseren beiden ersten Workshops diesen Jahres haben alle Teilnehmer diese Aufgabe gut gemeistert und ihre Pfeile sicher im Makiwara versenkt.

Wir freuen uns bereits auf die beiden Workshops im Juni und Juli und alle Teilnehmer, die sich entschieden haben weiterzumachen und bei uns ein Probetraining für einen Monat zu machen.

Workshop 15. Mai

Workshop 22. Mai

Meine 4. Kyu Prüfung

ein Bericht von Chie Miyai

Am 30.04 2022 fanden die 5., 4. und 3. -Kyu Prüfungen statt.
Maximilian für die 5. Kyu-Prüfung fing an, dann kam ich mit der 4. Kyu-Prüfung und anschließend absolvierten Misato, Vicky und David ihre 3. Kyu-Prüfung.
Ich wurde kurzfristig am letzten Trainingstag zu dieser Prüfung zugelassen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Um so mehr musste ich mich anstrengen.


Als Maximilian fertig war, ging ich vor, grüßte meinen Prüfer/Trainer und stellte mich vor dem Makiwara auf. Ich holte tief Luft und begann. Ich versuchte, jeden Schritt von der Hassetsu in Ruhe auszuführen, wie ich es gelernt habe.


Als erstes kommt Ashibumi, und dann Dozukuri: Ich versuchte eine stabile Körperhaltung einzunehmen, dabei bemerkte ich mein schwaches (schmerzendes) linkes Knie. Hoffentlich kann ich meinen festen Stand bis zum Ende durchhalten!! Beim Yugamae versuchte ich mich an jede Bemerkung/Verbesserung meines Trainers zu erinnern und durchzugehen: Beim Tenouchi den Pfeil an der richtigen Stelle zu positionieren! dann Tenouchi: Tigermaul, Herzlinie!; Monomi. Ich hole noch einmal tief Luft und prüfe meine Körperspannung, bevor ich Uchi Okoshi ausübe. Linke Hand tiefer als die Rechte, Schulter nicht heben! Nun den Oberkörper öffnen, groß machen, links drücken und rechts ziehen, drücken, ziehen, drücken, ziehen….. bis der Pfeil die Höhe meiner Augenbraue erreicht Hineri nicht vergessen!! Sanbun no ni ist fertig. Nun kommt die anstrengendste Stelle – Tsumeai: die maximale Kraftaufwendung, das Ziel fokussieren und die Spannung halten. Hanare: kräftig die linke Hand drehen! und der Pfeil abschießen. Zanshin: Körperspannung noch halten, reflektieren und dann ausatmen. Geschafft!! Mein Pfeil steckt ziemlich mittig im Makiwara: Gott sei Dank!!


Bei der Kyu-Prüfung schießen wir zwei Pfeile hintereinander. Also wiederholte ich diese Prozedur erneut. Wieder versuchte ich, die Ruhe zu bewahren und auf die stabile Körperhaltung zu achten. Bei meinem zweiten Schuss merkte ich jedoch, dass meine Kraft nachließ und mein zweiter Pfeil nicht so kräftig und gerade flog. Dennoch war ich soweit mit meinen Schießen zufrieden.


Nach den praktischen 3. Kyu-Prüfungen kam noch die theoretische Abfrage der Sicherheitsordnung für alle Prüflinge. Wir alle konnten diese gut beantworten und wir haben unsere Prüfungen bestanden!! Anschließend haben uns alle unsere Vereinsmitglieder gratuliert und wir bekamen das Abzeichen der bestandenen Prüfung in unserem Kyudo-Pass. Was für ein aufregendes aber auch ein befreiendes Erlebnis!! Es macht einfach Spaß, sich zu trainieren und am Ende einen solchen Erfolg zu haben, auch wenn ich noch so eine Anfängerin bin!!


Chie Miyai

Koi Taikai 2022

in Bericht von David Wlazlo

Der Koi Taikai fand am 1. Mai zum ersten Mal seit zwei langen Jahren wieder bei uns im Düsseldojo statt. Da ich selbst erst 2020 dem Verein beigetreten bin, war dies mein erster Koi Taikai und die Vorfreude war entsprechend groß!

Am Tag zuvor hatten wir noch einige Kyu-Prüfungen durchgeführt, und konnten dann mit den neuen Graduierungen frisch den Koi Taikai antreten. An dieser Stelle nochmal herzliche Glückwünsche zu den bestandenen Kyu Prüfungen an

– Max zum 5. Kyu

– Chie zum 4. Kyu

– Vicky und Misato zum 3. Kyu

Ich selber habe auch die Prüfung zum 3. Kyu erfolgreich bestanden und habe vor kurzem erst meinen ersten eigenen Bogen gekauft.
Mit neuer Graduierung, eigenem Bogen und großer Spannung habe ich mich dann am Sonntag ins Dojo aufgemacht. Um 11:00 Uhr haben wir uns alle im Dojo getroffen und mit den Vorbereitungen angefangen.

Neben den normalen Vorbereitungen wie Dojo putzen und Matos aufhängen, haben wir außerdem eine lange Leine vom Dojo zu den Matos angebracht und dort Koi-Windsäcke (auf japanisch: „Koinobori“) aufgehangen.
Neben der Kamiza warteten die Matos in verschiedenen Größen mit den aufgemalten Koi Fischen schon darauf, an den Pfeilfängern angebracht zu werden.

Das ganze Dojo war im Zeichen des Kois verziert und hatte eine super Atmosphäre geschaffen. Danach haben wir uns alle umgezogen, im Dojo begrüßt, und um 12:00 Uhr zu allererst das Vorschießen von unserem Trainer Johannes anschauen dürfen.
Johannes hatte heute hierzu einen Kimono angezogen. Ich fand, dass sein Vorschießen im Kimono besonders elegant aussah und freue mich jetzt schon darauf irgendwann selber mal im Kimono schießen zu dürfen.

Nachdem wir dann die Reihenfolge der Schützen ausgelost und die Koi Matos angebracht haben, ging es dann endlich mit dem Wettbewerb los! Es gab fünf Matos in verschiedenen Größen. Auf Mato 1 hing das größte Mato, welches größer war als die normalen Matos, auf die wir sonst immer schießen. Auf Mato 2 hing ein Mato in üblicher Größe. Auf Mato 3 bis 5 hingen dann noch kleinere Matos, bei denen ich mir dachte, dass es eine große Herausforderung für mich wird, diese zu treffen. Aber ich habe mich gefreut, mich dieser Herausforderung zu stellen!

Mit 17 Schützen hatten wir drei volle fünfer Tachis und einen zweier Tachi gebildet. Wir haben in jedem Durchgang 4 Pfeile im Heki-Stil in der Standform geschossen. Nach jedem Durchgang wurde die Trefferansage gemacht und die Pfeile geholt, und dann die Reihenfolge der Schützen um eins weiter rotiert, damit jeder Schütze einmal auf jedes Mato schießen kann.

Ich selber war im zweiten Tachi auf Position 5 – musste also direkt mit dem schwierigsten Mato anfangen und habe es leider nicht treffen können. Ich habe es aber als gute Vorbereitung für die größeren Matos angesehen.
Meine ersten Treffer konnte ich dann mit dem Mato in üblicher Größe und dem großen Mato erzielen können. Beim letzten Mato habe ich sogar drei von vier Pfeilen treffen können, was mich sehr gefreut hat.

Ich war sehr von unseren erfahreneren Kyudoka beeindruckt, die regelmäßig die Hälfte oder mehr als die Hälfte ihrer Pfeile getroffen haben – auch auf den kleineren Matos. Am Ende gab es ein Stechen zwischen der Gewinnerin der letzten drei Koi Taikais Darlene, Peter, und Oda-san, welche jeweils 8 von 20 Pfeilen getroffen haben! Es wurde nochmal sehr spannend und wir haben alle mitgefiebert, als Oda-san dann schließlich das Stechen gewann und als Sieger des diesjährigen Koi Taikais hervorging. Den zweiten Platz hat Darlene eingenommen und Peter hat sich den dritten Platz gesichert.

Nach der Preisverleihung und einem gemeinsamen Gruppenfoto, gab es noch ein kleines Event zum Schluss. Zufälligerweise hatte ich an dem Tag nämlich auch Geburtstag und wir haben noch ein Geburtstagsschießen gemacht. Es wurden ein kleines Mato und drei Luftballons auf einem Pfeilfänger angebracht, und jeder durfte einen Pfeil abschießen.

Der erste Pfeil von mir ging nur ganz knapp am Luftballon vorbei! Mittlerweile war es schon spät am Nachmittag – was mich sehr überrascht hat, da die Zeit wie im Fluge verging. Wir haben uns also alle zurück zum Vereinsheim begeben, umgezogen, und mit den Vorbereitungen für das Grillen und dem gemeinsamen Essen angefangen. Viele Mitglieder haben etwas mitgebracht, sei es Getränke, Grillfleisch, Gemüse, Brot, Kuchen oder Saucen und wir haben den Tag zusammen noch ausklingen lassen.

Alles in allem war es ein wirklich wunderschöner Tag und ich freue mich jetzt schon auf den Koi Taikai 2023.

Lehrgang und Prüfung in Erlangen

ein Bericht von Robin Garbacik

Es ist Ende Februar und wir (Elijah (Anwärter 1. Kyu ), Marvin (Anwärter 2. Kyu) und ich (Anwärter 3. Kyu ) begeben uns für einen Prüfungslehrgang nach Bayern. Für mich waren die Tage vor unserer Abreise mit sehr viel Aufregung und Vorfreude gefüllt, da es nicht nur mein erste Mato Prüfung ist, sondern auch meine erste externe Prüfung. 

Der eigentliche Lehrgang begann mit einem ANKF-Yawatashi der drei Lehrer/Prüfer und den zwei Beisitzern. Danach konnten wir auch direkt unseren Fortschritt auf dem Weg des Bogens demonstrieren. Nach einer gemütlichen Pause haben wir dann auch unsere ersten Korrekturen in Technik und Taihai bekommen, die ich sogar direkt beim ersten mal gut hinbekommen habe, worüber ich mich sehr gefreut habe. Aber wir sind ja noch im Taihai also keine Miene rühren – mehr oder weniger. 

Aber nicht nur die Technik stand im Vordergrund. Kyudo ist ein sehr vielseitiger Sport und so haben wir neben der Praxis auch sehr viel Theorie vermittelt bekommen. Einiges kannte ich schon, von Vielem habe ich zumindestens mal gehört, aber eigentlich habe ich in jedem Punkt neue Aspekte mit neuem Wissen gefunden. 

Den ersten Tag haben wir mit einem gemeinschaftlichen Essen ausklingen lassen. Die Kyudo-Gemeinschaft ist eine sehr vielseitige und diverse Gruppe und so ging der Abend mit vielen interessanten Gesprächen schnell zu Ende. 

Der nächste Tag fing mit einem freien Einschießen an und einer ausführlichen Shitsu Erklärung. Nach der Erklärung haben wir dann die Möglichkeit gehabt, Shitsu zu üben. Vor allem den Sehnenriss. Das ist zwar kein schweres Shitsu, aber ist nicht zu unterschätzen, wenn man noch irgendwie sein Bogen und Pfeil halten will. Nach einer kurzen Pause, in der uns wieder etwas Theorie vermittelt wurde, ging dann alles sehr schnell. Wir haben noch einmal ein Testdurchlauf mit allen Tachis gemacht und dann war es soweit. 

Wir alle haben natürlich bestanden. Unser Motto war ja auch „Versagen ist keine Option!“. In der Prüfung ist mir bei meinem ersten Pfeil selbst aufgefallen, dass mein Nobiai nicht gut war. Dies habe ich bei meinem zweiten Pfeil versucht zu verbessern. Das ist auch den Prüfern aufgefallen und ich wurde später für meine Verbesserung des Nobiai gelobt und habe noch weitere konstruktive Kritik bekommen. 

Das ganze Wochenende ging sehr schnell zu Ende. Ich freue mich schon auf meine nächste Prüfung,denn „Nach der Prüfung ist vor der Prüfung.“

Ich möchte mich bei Ingrid, Andreas, Stefan, Wolfgang, Marion und den Helfer für den schönen Lehrgang bedanken.

Stadtsportbund Düsseldorf berichtet über unseren Azuchibau:

#VereinsnewsGute Nachrichten für den Kyudo Verein Düsseldojo e.V. – „Kyudo in Düsseldorf“ . Der Klub erhält aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte“ der Landesregierung NRW 83 000 Euro, um damit die Vereinsanlage in #Hamm mit einem neuen Pfeilfang (Azuchi), einer überdachten Sandaufschüttung in japanischen Stil, die die Pfeile sicher aufnimmt, zu erweitern. Der Verein wurde 2013 gegründet und betreibt die traditionelle japanische Kunst des Bogenschießens. Das Dojo besteht derzeit aus einem Rundbogenzelt. Von dort wird auf eine in 28 Metern entfernte Zielscheibe mit 36 cm Durchmesser geschossen. Weil die Pfeile die Scheiben durchschlagen können, soll nun ein neuer Pfeilfang gebaut werden. Der alte wurde 2017 bei einem Sturm zerstört. Derzeit betrieben etwa 40 Frauen und Männer Kyudo und nehmen regelmäßig an Wettkämpfen und Prüfungen teil, die ein wichtiger Bestandteil des Kyudo sind. Um mit dem asymmetrischen Bogen von 221 cm Länge umzugehen, bedarf es einiger Übung. Der Anfänger übt zuerst mit Ziehgummi und schießt mit leichtem Bogen auf kurze Entfernung von etwa 2 m. Erst der Fortgeschrittene Kyudoka kann seine Pfeile auf die Scheibe schießen und treffen.Der Verein Düsseldojo zählt zu den Größten in NRW mit eigener Schiessanlage. „Mit den Fördermitteln und dem neuen Azuchi, sowie dem Sportzubehörbau gehen wir den nächsten Schritt, ein authentisches Kyudojo in Düsseldorf zu errichten“, sagt der Vorsitzende Johannes Maringer.

Hier geht es zum Beitrag auf der Facebook Seite des Stadtsportbund Düsseldorf: https://www.facebook.com/SSBDuesseldorf/posts/139737098447776

Kyu Prüfung Dezember 2021

ein Bericht von Sabrina Kazzaz

Das neue Jahr ist da und schon fühlt sich der Abschluss des letzten Jahres an, als wäre er ewig her, dabei sind es erst etwas mehr als zwei Wochen. Der Abschluss war aber etwas Besonderes für die „Jüngsten“ im Düsseldojo, da wir unsere erste Kyu-Prüfung zum 5. Kyu hatten. Und im Anschluss wartete noch eine Weihnachtsfeier mit allerlei Leckereien auf uns.

Die Prüfung verlief sehr gut! Misato, Verena, Chi und ich haben die Prüfung zum 5. Kyu bestanden. Zuerst vor dem Makiwara zwei Pfeile abschießen, die Sicherheitsordnung beschreiben und dann wurde uns gratuliert. Einfacher gesagt als getan, denn die Anspannung in dem Moment war sehr groß und man musste sich auf das verlassen, was man in den letzten Monaten gelernt hatte.

Alles zu überdenken, war in dem Moment keine Option mehr! Man stellte sich hin, atmete tief ein und ging alle Schritte nochmal durch. Auf einmal merkte man aber, dass alles um einen herum verschwand und es nur noch um einen selbst ging. Man hörte seinen Atem deutlicher und der Einzige, der nun einen beobachtete, war man selbst. Nach dem Abschuss des Pfeiles, fühlte man dann die Erleichterung und man nahm langsam auch die anderen wieder wahr. Es war ein schönes Gefühl zu sehen, dass sich das harte Training auch ausgezahlt hatte und am Ende sogar die Prüfung Spaß machte!

Danach durften Köstlichkeiten, Süßigkeiten und das leckere Lebkuchendojo, dass Robin und Josie extra angefertigt hatten, verzehrt werden.

So endete 2021 gemeinsam mit viel Freude und Heiterkeit. Wir alle freuen uns bereits auf das Training in diesem Jahr und wünschen allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr des Tigers.

Deutsche Meisterschaft in Berlin

Ein Bericht von Peter Fey

Im November fand die Deutsche Kyudo Meisterschaft statt und für gleich 4 Kyudoka aus dem Düsseldojo war es eine Premiere. Für Josi, Steffi, Marvin und mich war es die erste Teilnahme an der deutschen Kyu-Meisterschaft und entsprechend gespannt, nervös aber auch mit viel Vorfreude machten wir uns auf den Weg nach Berlin.

Das Format des Wettkampfes war für uns auch ungewöhnlich. Wir kannten schon verschiedene Wettkämpfe, wie die Landesmeisterschaften, die deutsche Enteki-Meisterschaft oder auch die regionale Vereins-Wettkämpfe in Aachen oder Mönchengladbach. Keiner dieser Wettkämpfe hatte aber einen Part, bei dem unsere Form beurteilt wurde. Bisher hieß es nur korrektes Zielbild, schießen und hoffentlich treffen.

Bevor wir aber unter dem wachsamen Auge der Jury unsere beiden ersten Pfeile schießen konnten, stand am Samstag den 16. November noch der Team-Wettkampf auf dem Plan, für den Nordrhein-Westfalen Gisela Becker, Darlene Maringer und Christoph Bata ins Rennen schickte. Ich ergänzte als Reserve das Team, für den Fall, dass einer der Schützen vielleicht keinen so guten Tag hat. Aber alle drei zeigten sich in sehr guter Form und holten knapp hinter dem Team aus Baden Württemberg den zweiten Platz. Ein wunderbarer Erfolg für den Landesverband. Den dritten Platz belegte das Team aus Hamburg.

Dann war es endlich so weit: Deutsche Meisterschaft der Kyu-Grade. Die Startreihenfolge der Teilnehmer in den Tachi wurde ausgelost und dann konnte es auch schon losgehen. Der Druck ist noch einmal ein ganz Anderer als bei einer Prüfung, besonders dann, wenn nur wenige Meter vor einem die Wertungsrichter, alle 6. und 5. Dane, sitzen und jede Bewegung mit Adleraugen verfolgen. Dennoch konnten die 4 Schützen aus unserem Dojo allesamt unter die ersten 10 kommen und wir belegten in der Stilwertung die Plätze 4, 5 , 6 und 8 von insgesamt 13 Teilnehmern. Erster wurde Erik Hamann mit großem Abstand. Es war sehr interessant ihm beim Schießen zuzusehen. So konnten wir alle auch durchweg beim Zusehen noch viel lernen.

Für die Trefferwertung wurden dann noch weitere 8 Pfeile geschossen und am Ende holte sich Kevin Ruhland aus Berlin den ersten Platz mit 7 Treffern.

Für uns war es ein ganz besonderes Erlebnis und wir werden auch 2022 wieder antreten und sind schon gespannt, ob wir dann höhere Bewertungen erreichen werden.

Bis dahin wird fleißig geübt.

Landesmeisterschaften NRW

Ein Bericht von Steffi Schmitz

Nachdem einige unserer Schützen bereits im September an zahlreichen Wettkämpfen und Veranstaltungen teilgenommen haben und oftmals auch erfolgreich höhere Platzierungen erringen konnten, haben sich die Wettkämpfe auch im Oktober noch fortgesetzt.

Gleich der erste Sonntag des Monats wartete mit der Landesmeisterschaft NRW in Bonn auf. Insgesamt acht unserer Mitglieder nahmen sowohl an der Einzelmeisterschaft als auch an der Mannschaftsmeisterschaft teil. Zuerst war Letztere an der Reihe; da hier die Mannschaften aus je drei Schützen bestanden, konnten wir zwei komplette Mannschaften stellen und das dritte Team mit einem Schützen aus dem Dojo Mönchengladbach auffüllen. Insgesamt gab es zwölf Mannschaften.

Geschossen wurden insgesamt 48 Pfeile pro Mannschaft – vier Pfeile pro Person in vier Runden, in Zasha / Kyogi Maai. Die Mannschaften wurden in vier Dreiergruppen aufgeteilt, sodass immer drei Tachis gleichzeitig schossen. Am Ende wurden alle Treffer zusammen gezählt, und die drei Mannschaften mit den meisten Treffern bekannt gegeben.

Danach folgte nach einer kurzen Pause sogleich die Einzelmeisterschaft. Hier traten alle gemeldeten Schützen in einem Vorentscheid gegeneinander an. Jeder Teilnehmer schoss vier Pfeile in der ANKF-Standform; die besten sechzehn Schützen, die Anzahl der Treffer entscheidend, kamen in die nächste Runde. Ein paar der hinteren Plätze wurden durch ein Stechen entschieden. Ab da wurde im ANKF-Taihai geschossen.

Nach insgesamt vier Runden und einigen spannenden Stechen später standen die Gewinner der Landesmeisterschaft NRW fest. Wir gratulieren den Gewinnern! Unsere Schützen gaben wie immer ihr Bestes, doch leider war die Konkurrenz zu groß, um einen der vorderen Plätze zu belegen.

99 Pfeile Wettkampf in Aachen

Ein Bericht von Josephine Hirschfeld

Der September ist angekommen und damit auch wieder die Wettkampfzeit. Nach der langen Reise zur Enteki Meisterschaft in Bayern kündigte sich am 18. September 2021 auch der 99 Pfeile Wettkampf wieder an.

Nach der Gewöhnung an die langen Fahrten nach Bayern kam Team Düsseldojo etwas früher als geplant im schönen Aachener Dojo an, konnte dafür aber als Wettkampfeinstimmung noch eine Tasse grünen Tee genießen.

So wurde noch einmal ordentlich Energie gesammelt, bevor Pete, Lydia und Josi sich mit Darlene als Rückendeckung (Ersatz-Schützin) der Herausforderung des Wettkampfes in 9 Runden je 33 (8 X 4 + 1) Pfeile zu schießen stellten.

Nach dem Angrüßen in den ersten Runden startete unser Team als viertes von fünf Teams. Anfangs noch etwas verloren aber schnell durch Darlene koordiniert fand sich Team Düsseldojo langsam in den Heki-Wettkampf ein.

Die wohlverdiente Halbzeitpause wurde anschließend mit Essen, Trinken und Gesprächen mit anderen NRW-Schützen gefüllt.
Auch wenn Team Düsseldojo zu diesem Zeitpunkt mit Bonn gemeinsam auf dem dritten Platz lag, wurden sie im Laufe des weiteren Wettkampfes leider von Bonn überholt.

Platz 1 ging schließlich mit 60 Treffern an Team Speedies aus Aachen, die als Gewinnerteam ihren Namen in den Wanderpokal eingravieren durften.
Platz 2 ging mit 51 Treffern an Team Kame Hame Ha, ebenfalls aus Aachen.
Platz 3 Ging mit 35 Treffern an Team Bonn.

Auch wenn unser Team dieses Jahr leider keine Platzierung erzielen konnte, ist der 99 Pfeile Wettkampf im Aachner Dojo den Besuch immer wieder wert und die 33 Pfeile im (Heki-)Wettkampf-Taihai sind ein gutes Oberschenkelmuskel-Training.

Unseren Glückwunsch an die Sieger aus Aachen und Bonn!

Wir freuen uns schon darauf euch nächstes Jahr wieder herauszufordern!