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2. Kyudo Workshop (18.07.)

Letzte Woche fand bei herrlichem Wetter unser zweiter Kyudo Anfänger Workshop statt. Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, mit wie viel Elan und Begeisterung die Teilnehmer zum Workshop kommen. So starteten wir auch am Sonntag nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einem Vorschießen durch Johannes wieder direkt mit den ersten Übungen.

Ein Vergleich der Bilder zwischen den ersten Handgriffen am Ziehgummi und dem ersten Abschuss aufs Makiwara lässt uns immer wieder aufs Neue staunen, wie schnell innerhalb eines Workshop-Tages Fortschritte erzielt werden.
Die ersten Schritte mit dem Ziehgummi waren sichtlich ungewohnt und auch die Zugkraft von etwa 3 bis 5 Kilo forderte unsere Gäste direkt von Anfang an. Nach den ersten intensiven Übungen und regelmäßigen Stärkungen in den kleinen Pausen, gelang das Aufziehen des Gummis aber besser und besser. Zwischendurch konnte die stark geforderte linke Hand etwas ausgeruht werden, wenn Johannes tiefer in Materialkunde und Geschichte des Kyudo eintauchte. Insbesondere die Materialkunde, konnte dann auch hautnah überprüft werden, als jeder zum ersten Mal einen Yumi mit seiner beachtlichen Länge in den Händen hielt.

Doch dabei sollte es natürlich nicht bleiben. Nach einer Stärkung mit selbstgemachtem Sushi ging es dann auch an die ersten Übungen mit dem Bogen.

Auch diesmal konnten alle Teilnehmer letztendlich vor dem Makiwara den vollen Auszug mit angelegtem Pfeil erreichen und diesen erfolgreich in die Strohrolle schießen. Da wir diesmal wunderschönes Wetter hatten, konnten wir auch noch auf eine etwas größere Entfernung auf die Mato-Schreiben schießen. Den Versuch wagten dann auch zwei mutige Teilnehme.
Aber seht selbst, was unsere Workshopteilnehmer gelernt haben. Wir haben die schönsten Schnappschüsse herausgesucht:


Für 2021 gibt es keine weiteren Workshops, wir freuen uns aber schon jetzt auf die Workshops 2022. Anfang 2022 werden wir dazu die Anmeldung auf unserer Webseite öffnen.


Bis dahin, bleibt alle gesund und genießt die sonnigen Tage.
Euer Düsseldojo Team

1. Kyudo Workshop 2021

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so konnte der erste Kyudo-Workshop dieses Jahres nach einer Corona-bedingten Verschiebung am gestrigen 04.07. endlich stattfinden.

Die Helfer fanden sich schon früh gegen halb 9 am Dojo ein und bereiteten alles für die Workshopteilnehmer vor. Das Dojo wurde geöffnet, die Kamiza hergerichtet, durchgewischt, die Pfeilfänger wurden aufgestellt und anschließend wurden die Gummizwillen, sowie die Übungshandschuhe vorbereitet und ein Anmeldebereich angelegt.


Auch wenn die Vorgaben inzwischen deutlich gelockert wurden, achteten wir doch darauf genug Raum zum umziehen und zum bewegen zu bieten. Masken gehörten immer noch zum vertrauten Bild und auch das allgegenwärtige Desinfektionsmittel durfte nebst Markierung für jeden Teilnehmer im Dojo nicht fehlen.


Die Teilnehmer brachten dann nicht nur freudige Erwartung mit, sondern auch gutes Wetter. So konnte es auch nach der Anmeldung direkt losgehen und wir fanden uns im Dojo bei einer Vorstellungsrunde ein. Es ist immer wieder sehr interessant zu hören, warum die Teilnehmer an einem Kyudo-Workshop interessiert sind. Das reicht von eigenen Erfahrungen mit anderen Budo-Künsten (Karate, Taekwondo, Aikido) über stärker sprituelle bis hin zu gesundheitlichen oder ästhetischen  Aspekten. Gemeinsam war aber allen die Spannung, wie Kyudo wirklich ist und die Motivation es selbst auch einmal zu probieren.

Nach der Vorstellungsrunde eröffnete Johannes den Workshop mit einem Yawatashi, bei dem die Teilnehmer einen ersten Eindruck zu Etikette, Bewegungsabläufen, der imposanten Größe des Bogens und auch der Kraft dieses Sports bekamen.


Dann wurde es auch schon ernst und jeder durfte sich an der Gummizwille versuchen. Alle nahmen ihre Positon ein, richteten den Blick zum Ziel aus, führten ihr erstes Ashibumi durch und probierten den richtigen Griff zu finden. Diese ersten Versuche erinnerten mich sehr an meinen eigenen Workshop vor 2 Jahren bei dem ich nahezu die gleichen Herausforderungen hatte. Aber die Teilnehmer lernten schnell und als es Zeit für die erste Trinkpause war, hätten einige diese am liebsten ausgesetzt, um noch etwas mehr üben zu können. Auch das kam mir bekannt vor.


Nach der Pause wurde intensiv weiter das korrekte Greifen und Ausziehen der Zwille geübt. Und auch wenn der Widerstand der Gummizwillen mit etwa 3 bis 4 Kilo relativ gering ist, so war die ungewohnte Bewegung doch durchaus herausfordernd. Daher gab es zwischendurch zur Auflockerung von Johannes immer wieder interessante Hintergründe zur Geschichte, zum Material und auch zur Etikette im Kyudo.
Und wie jedes Jahr war auch in diesem Jahr das Staunen über die tatsächliche Größe der Bögen, wenn man sie in der Hand hält, groß. Amüsiert verfolgte ich die Versuche der Teilnehmer im Dozukuri ihre Knie zu finden und den Bogen darauf abzustellen. Mir erschien das im ersten Workshop auch als nahezu unmöglich und ich zweifelte zuweilen, ob ich überhaupt Knie besitze. Nach ein wenig Üben gelang das den Teilnehmern aber schon sehr gut und die ersten Übungen mit den Bögen konnten durchgeführt werden.

Während das weite Aufziehen des Bogens Kraft verlangte, brauchte es beim “flitschen” mit kurzgezogener Sehne vor allem Koordination, um die linke Hand kräftig nach außen zu drehen.
Um die mitunter anstrengenden Übungen aufzulockern, und der Wärme gegenzuwirken, gab es zwischendurch immer wieder kleine Trinkpausen und Gelegenheit zur Diskussion, sowie eine längere Pause mit Leckereien zur Stärkung.


So gewappnet konnte dann auch das Finale beginnen – die Übungen und das Abschießen eines Pfeiles vor dem Makiwara. Dabei wurde durchaus deutlich wie viel Koordination und Kraft Kyudo einem abverlangen kann, aber alle Teilnehmer konnten ihre Pfeile erfolgreich ins Makiwara schießen.


Nach einer abschließenden Feedbackrunde gab es dann noch einmal eine kleine Stärkung für den Heimweg und die Möglichkeit Fragen zu stellen.


Es ist immer wieder eine Freude die ersten Schritte eines möglichen zukünftigen Kyudoka zu sehen, gerade auch, weil sie uns so frappierend an unsere eigenen ersten Schritte erinnern.

Wir haben den Workshop sehr genossen und hoffen, den ein oder anderen vielleicht bald wiederzusehen und gemeinsam den Bogenweg zu bestreiten.


Euer Düsseldojo Team

Sommerfest 2021

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen und so holten wir unser Neujahrsschießen dieses Jahr einfach im Juni als Sommerfest nach. Mit Inzidenzen im einstelligen Bereich und dem wiederaufgenommenen Trainingsbetrieb startete gewissermaßen auch unser Kyudo-Jahr 2021 so richtig und daher freuten wir uns alle sehr auf die Mato Asobi und das anschließende Grillen im Freien.

Eröffnet wurde das Sommerfest durch ein Yawatashi von Trainer Johannes und ein anschließendes  Taihai der älteren Schützen.

Danach durfte sich jeder warm schießen und nach einer kurzen Trinkpause an diesem wunderbar sonnigen und entsprechend warmen Tag konnten wir auch schon mit der Auslosung der Startreihenfolge beginnen.

Insgesamt 12 Mato-Schützen versuchten sich an den teils wunderschönen, teils recht schwierigen Zielen. Angefangen bei künstlerisch wundervoll gestalteten “Stier-Matos” über winzige Mini-Matos bis hin zum Luftballon- und alljährlichen Kalenderschießen konnte jeder Schütze seine Zielgenauigkeit nach so vielen Monaten des Wartens testen.

Mit einem fulminanten dritten Durchgang mit 3 von 4 Treffern, die zahlreiche Punkte brachten, holte sich Lydia am Ende den ersten Platz. Doch auch die anderen Schützen waren nicht eingerostet und konnten mit schönen Treffern ein durch das Dojo hallendes YOSH!! auslösen.

So warmgeschossen und voller Eifer nutzten wir die Gelegenheit und übten auch gleich noch einmal ANKF- und Heki Taihai und verdienten uns damit die anschließenden Leckereien, die von allen Mitglieder beigesteuert wurden, redlich.

Es fühlt sich etwas sonderbar an, dass wir unser nächstes Kagami Biraki schon in einem halben Jahr haben werden, aber gegenwärtig sind wir einfach alle sehr froh, dass wir wieder gemeinsam den Bogenweg gehen und genießen können. In diesem Sinne wünschen wir allen Kyudoka ebenfalls ein lehrreiches, entspanntes und vor allem gesundes restliches Jahr 2021 und hoffen den ein oder anderen bei gemeinsamen Veranstaltungen in diesem Jahr wiedersehen zu können.


Eure Düsseldojo Kyudoka

Wiederaufnahme des Trainings :-)

Was lange währt wird endlich gut. Seit letztem Wochenende können wir dank gesunkener Inzidenzen wieder in der Gruppe trainieren, wenn auch noch unter gewissen Auflagen, wie maximal zwei Personen in der Umkleide, Maske tragen und Abstandsregeln.


Dennoch war das erste gemeinsame Training letzter Woche ein willkommenes kleines Stück Normalität. Nach dem Angrüßen und einem Yawatashi durch Trainer Johannes, durften dann auch die Älteren zeigen, dass sie in den letzten fast 8 Monaten ohne Gruppentraining kaum etwas verlernt hatten.
Nach einem gelungenen Vorschießen im Heki-Taihai konnten wir dann alle die Atmosphäre genießen und nutzten die Zeit um bei angenehmen 20 Grad wieder voll ins Taihai-Training und Techniktraining einzutauchen.

Wir freuen uns auf einen Sommer mit vielen gemeinsamen Trainingseinheiten und die Workshops, die in den kommenden Wochen anstehen.

Bleibt alle gesund und hoffentlich sieht man sich bald bei Workshops, Wettkämpfen und gemeinsamen Prüfungen.

Bericht zur 29. Enteki Meisterschaft 2020

(Ein Bericht von Peter Fey)

Es gibt Momente, in denen der Bogenweg zuweilen sehr steil und unwegsam erscheint. In diesem Jahr wurden uns Kyudoka diese Momente durch die globale Corona-Pandemie beschert.     Aktivitäten, die sonst zum gewohnten Wochenablauf gehörten, waren plötzlich nicht mehr möglich. Trainingseinheiten entfielen teils für eine sehr lange Zeit und auch große Veranstaltungen, wie die deutsche Meisterschaft mussten abgesagt werden, da sie in Hallen stattgefunden hätten und dies mit den Auflagen nicht vereinbar gewesen wäre.

Umso erfreulicher war für uns die Nachricht, dass die 29. Enteki Meisterschaft stattfinden würde. Zum nunmehr dritten Mal in Folge durften wir vom Düsseldojo dieses Event ausrichten und passenderweise bekam die Meisterschaft dieses Jahr auch den treffenden Beinamen „Corona Cup“.

Natürlich gab es in diesen turbulenten Zeiten Einiges zu beachten. Das Schießen selbst fand, wie üblich, in einem extra dafür errichteten Zelt statt, dass genug Platz bot, um die Abstände einzuhalten und das mit seinen drei Öffnungen zu allen Seiten mehr als ausreichend Lüftung bot. Die Wettergötter meinten es an diesem Enteki-Wochenende sehr gut mit uns und so konnten wir uns bei durchweg angenehmen sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein im Freien aufhalten. Die Vereinsräumlichkeiten, in denen Chantik wieder einen (sehr gut frequentierten) Verkaufsstand aufgebaut hatte, durften zwar nur mit maximal 4 Personen gleichzeitig und unter Tragen eines Mund-Nase-Schutzes betreten werden, aber mit der im Kyudo üblichen Rücksichtnahme und räumlichen Aufmerksamkeit war dies kein Problem.

Vor dem Team-Wettbewerb am Samstag Nachmittag fand ein freies Training statt und man konnte spüren, wie freudig viele Teilnehmer diese Möglichkeit zum Enteki-Training nutzten. Nach mehreren Runden individuellen Schießens wurden dann die Teams ausgelost und in einer zweiten Trainingseinheit konnte man bereits komplett im Team Timing und Abstimmung üben.

Im Teamwettbewerb des Corona Cup starteten insgesamt 10 Teams mit 3 Mitgliedern und ein Team mit 2 Mitgliedern, das aber entsprechend mehr Pfeile schießen durfte. Insgesamt wurden je Team über 2 Runden 16 Pfeile geschossen. Auch mit Abstandsregeln ging das sehr flott von statten und man musste aufpassen, seinen Einsatz nicht zu versäumen.

Für mich war es nach dem 99Pfeile-Wettkampf in Aachen erst der zweite Wettkampf überhaupt. Der kleine Rest Aufregung war aber schon nach dem freien Training mit meinen sympathischen Teammitgliedern Dagmar und Thomas verflogen.

Schon bei den Schüssen der ersten Teams konnte man häufiger den markanten dumpfen Ton hören, wenn ein Pfeil (zumindest) den Pfeilfänger getroffen hatte. Viele Pfeile konnte man auf die Entfernung von 60 Metern nur schwer sehen und so mussten wir jeweils bangen, bis der Wettkampfrichter Shige Kameo, K 6. Dan und Sven Zimmermann, R 6.Dan mit Unterstützung des CL-Anwärters Stefan Haupt die Trefferaufnahme beendet und das Ergebnis auf der Übersichtstafel vermerkt hatten.

Schließlich war auch mein Team an der Reihe. Ich war Ochi und muss sagen, dass es als Anfänger sehr angenehm ist, wenn man einen erfahrenen Schützen direkt vor sich hat und sich dessen Ruhe und Gelassenheit sich dann auf einen überträgt. Vielleicht war es beim ersten Schuss dann aber zu viel Ruhe und Gelassenheit. Die Sehne wollte sich einfach nicht aus der Sehnengrube lösen und so musste ich meinen ersten Pfeil fallen lassen. Shige-San der uns aufmerksam beobachtete, hat ihn dann auch gleich entfernt und ich konnte mich nahtlos wieder in den Ablauf einfügen.

Also noch einmal durchatmen. Nicht irritieren lassen und so weiter machen, wie unser Trainer Johannes es uns gezeigt hatte.  Alle weiteren 7 Schüsse flogen dann auch in Richtung Ziel und 4 davon trafen sogar die Scheibe. Zusammen mit den 4 Treffern von Thomas und einem weiteren von Dagmar, die auch zum ersten Mal überhaupt Enteki geschossen hatte, kamen wir auf ein Gesamtergebnis von 9 Treffern und das reichte tatsächlich, um den ersten Platz zu holen.

Dicht dahinter mit 8 Treffern lag das Team von Christoph W., Thomas A.  und Robert O. Im Kampf um Platz 3 kam es zu einem 4-fach Stechen der Teams mit 7 Treffern. Am Ende setzte sich hier das einzige 2er Team im Feld mit Manfred R. und Manfred J. durch.

Der Spaß sollte beim Corona Cup im Vordergrund stehen und das war Dank des reibungslosen Ablaufs, der fleißigen Helfer und der Energie und Freude der Teilnehmer auch zu spüren.

Nach der Siegerehrung fanden wir uns dann alle zum Gruppenfoto ein und ließen danach den Tag langsam ausklingen, denn es sollte bereits am Sonntag Vormittag mit dem Einzelwettbewerb weitergehen.

Zum Einzelwettbewerb traten insgesamt 23 Schützen an, die über 5 Runden insgesamt 20 Pfeile schossen. Mit Blick auf die Landesverbände könnte man die Einleitung von Asterix bemühen, um den Wettkampf zu beschreiben:

„Wir schreiben das Jahr 2020 nach Christus und die vorderen Plätze der Enteki-Einzel-Meisterschaft sind von den Bayern besetzt. Alle vorderen Plätze? Nein! Ein unbeugsamer Berliner hört nicht auf den Bayern Widerstand zu leisten…“

Nachdem sich Ingrid Hauser (BAY) nach zwei perfekten Runden mit jeweils 4 Treffern schon einen kleinen Vorsprung auf alle anderen Teilnehmer verschafft hatte, konnten Martin Lenz (BAY) und Thomas Stier (BER) in den Folgerunden nicht nur aufholen, sondern sich sogar nach vorne absetzen. Nach spannenden 5 Runden holte sich Martin Lenz mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur einem Treffer mit insgesamt 16 von 20 Pfeilen den Sieg. Platz 2 ging an Thomas Stier mit 15 Treffern und Platz 3 an Ingrid Hauser mit 13 Treffern.

Diese Treffsicherheit war sehr beeindruckend und zeigt, was mit jahrelangem, intensivem Training auch auf diese große Entfernung möglich ist.

Durch die gute Organisation des Wettkampfes kam ich in diesem Jahr als Kanteki deutlich weniger zum Beobachten der Schützen. Die einzelnen Gruppen wechselten schnell und effizient durch. Die kurzen Momente zwischen dem Pfeilholen nutzten wir Anfänger dennoch ausgiebig für Midori Geiko (Lernen durch Zuschauen) und ich kann jedem, der noch am Anfang des Bogenweges steht nur empfehlen, bei solchen Events auch als Helfer dabei zu sein. Die Technik der erfahrenen Schützen zu sehen ist immer wieder lehrreich, wie faszinierend.

So ging der Sonntag auch sehr schnell zu Ende und nach der Siegerehrung im Einzelwettkampf und dem abschließenden Gruppenfoto machten sich viele glückliche Teilnehmer auf dem Heimweg und wir sehen uns hoffentlich im nächsten Jahr zum 30. Jubiläum der Enteki-Meisterschaft wieder.

Mir bleibt an dieser Stelle nur noch ein herzliches Dankeschön an die Wettkampfleitung, alle Teilnehmer und alle fleißigen Helfen. Es war eine Freude beim ersten (und vielleicht einzigen) Corona Cup dabei zu sein.

Workshop 23. August 2020

Nachdem der erste Workshop dieses Jahres -trotz der besonderen Umstände- reibungslos und erfolgreich umgesetzt werden konnte, folgte auch der zweite Workshop am 23. August.

Auch diesmal gab es wieder ein Novum. Der sonst auf zwei Tage angelegte Workshop wurde diesmal nur am Sonntag durchgeführt. Ein entsprechend straffes Programm erwartete unsere Teilnehmer. Um es vorwegzunehmen: Die Teilnehmer meisterten auch das umfangreichere Programm mit weniger Pausen mit Bravour und einige hätten sogar eine noch höhere Geschwindigkeit anschlagen können selbst bei sommerlichen 25 Grad und entsprechenden Temperaturen im Dojo.

Wie auch bei den zweitägigen Workshops gab es zunächst eine Vorstellungsrunde und dann von Trainer und Seminarleiter Johannes eine kleine Einführung, was die Essenz des Kyudo ist.

Danach konnten auch schon die ersten Übungen mit dem Ziehgummi beginnen. Ziel war es die einzelnen Schritte des Schießens zu erfahren, die Grundlagen zu verstehen und auch ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Kraft es braucht das Ziehgummi und später dann die Sehne auszuziehen.

Diese Grundlagen wurden in der ersten Hälfte des Workshops ausgiebig geübt. Neben dem korrekten Setzen der Füße (Ashibumi) und dem Heben des Ziehgummis wurde vor allem das enorm wichtige korrekte Setzen der linken Hand (Tenouchi) und das draus resultierende starke Drehen der Hand im Abschuss verbessert.

Nach einer kleinen Pause konnte dann auch mit den ersten Übungen am Bogen begonnen werden. Hierbei konnte man durchaus sehen, dass auch schon der Umstieg von den „nur“ 3 bis 4kg Zuggewicht der Ziehgummis auf die mindestens 6 bis 7 kg Zuggewicht der Vereinsbögen die Teilnehmer forderten.

Nachdem der Bogen von allen Teilnehmern mehrfach ausgezogen worden war und auch das Flitschen noch einmal vertieft wurde, um zu sehen, wie sich die Sehne durch das Drehen der Linken Hand bewegt, konnten auch die ersten Schüsse auf die Makiwaras abgegeben werden.

Das war für mich im letzten Jahr dann auch einer der interessantesten Momente. Und auch in diesem Jahr konnte man aus den Gesichtern der Teilnehmer ablesen, wie es Ihnen bei den ersten Schüssen erging. Angefangen bei der ungewohnten Anstrengung, über die Verblüffung, wie komplex die gesamte Bewegung mit Pfeil und Bogen sein kann, bis hin zur Freude über einen gelungenen Abschuss war alles dabei.

Der Tag verging wie im Fluge und beim abschließenden Feedback-Gespräch konnten wir vom Düsseldojo noch einmal wertvolle Hinweise mitnehmen, mit denen wir in Zukunft die Workshops noch weiter verbessern können. Insgesamt hatte der eintägige Workshop wunderbar funktioniert und alle Teilnehmer konnten neue Erfahrungen und einen guten Einblick in die Welt des Kyudo mit nach Hause nehmen.

Für vier Teilnehmer, die weitermachen wollen, geht es jetzt im Oktober weiter. Im Probemonat erhalten sie einen Einblick in den üblichen Trainingsablauf und können die Grundlagen, die sie im Workshop gelernt haben, weiter vertiefen. Wir freuen uns bereits auf die Neuen und die Workshops im nächsten Jahr, dann hoffentlich ohne Corona-Einschränkungen.

In diesem Sinne, Danke an alle Teilnehmer, fleißigen Helfer und natürlich an Johannes und Darlene für die Durchführung des Workshops. Bleibt gesund!

1. Kyudo Workshop 2020

(Dieser Bericht wurde von unserem Mitglied Peter erstellt, der im letzten Jahr am Anfängerkurs teilgenommen hat und dieses Jahr als Helfer die Veranstaltung unterstützt hat.)

Wege sind nicht immer einfach zu bestreiten. Das gilt auch für den Bogenweg. Es warten Abzweigungen, Hindernisse und Teilstrecken, die sich lange ziehen können.

Die Teilnehmer unseres ersten Kyudo Workshops begannen ihren Weg auch direkt unter besonderen Umständen. Durch die Covid19 Pandemie konnte der Kurs nicht wie üblich mit 18 Teilnehmern stattfinden und auch sonst gab es viele Dinge zu beachten.

Der Workshop wurde ein wenig verkleinert und so koordiniert, dass jeder der Teilnehmer genug Abstand zu den anderen hatte. Es lagen Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken bereit und wir hatten vorher das Dojo und alle Gerätschaften desinfiziert. 

So vorbereitet konnten am letzten Samstag und Sonntag im Mai zwölf Teilnehmer unter professioneller Anleitung von Johannes Maringer ihre ersten Schritte auf dem Bogenweg wagen.

Die Vorfreude und Spannung waren zu spüren und viele Teilnehmer fanden sich früh ein, was uns die Möglichkeit für einen Austausch gab.

Nachdem alle eingetroffen waren und sich angemeldet hatten ging es direkt ins Dojo.

Dort begannen wir mit einer Vorstellungsrunde. Es ist immer wieder interessant zu erfahren, welche Beweggründe es gibt, mit Kyudo zu beginnen und welche Berührungspunkte die Teilnehmer und auch die Mitglieder bereits mit Japan und dem Bogenschießen hatten.

Einen ersten Eindruck von den Abläufen, der Harmonie und der Eleganz des Kyudo bekamen die Teilnehmer dann durch das Vorschießen von Darlene und Johannes. Danach begannen auch schon die Übungen mit der Zwille. Man sagt „Aller Anfang ist schwer“ und das trifft auch auf Kyudo zu. Direkt zu Beginn lernten unsere Besucher die achte Bewegungsformen:

Das Ausrichten zum Ziel und das korrekte Setzen der Füße.

Das Einnehmen der richtigen Körperhaltung.

Das Greifen des Bogens.

Das Heben des Bogens.

Das Aufspannen/Ausziehen des Bogens und der Vollauszug.

Die Balance von Körper und Geist vor dem Abschuss.

Die Bewegung und Arbeit der linken Hand.

Der Abschuss, die Haltung nach dem Abschuss und das zurückführen der Hände.

Das waren viele Schritte und Details, die gelernt und verinnerlicht werden mussten, aber die Teilnehmer waren eifrige dabei und schnell wurden erste Erfolge sichtbar und die Bewegungsabläufe nahmen an Eleganz und Leichtigkeit zu.

Wer viel lernt, sollte keinen leeren Magen haben. Daher gab es neben den kleineren Trinkpausen im Freien auch eine große Pause zur Stärkung bei der es allerlei Leckereien gab, die unsere Helfer schon vorbereitet hatten.

Neben den praktischen Übungen am Ziehgummi vermittelte unser Trainer Johannes auch Wissen zu Geschichte, Ausrüstung, Besonderheiten, Etikette und vielen Dingen mehr, die Kyudo so interessant und spannend machen.

Welche Fortschritte auf dem Bogenweg gemacht werden konnten und wie das Schießen und die Bewegungsformen nach einem oder zwei Jahren Übung aussehen, zeigten die Helfer und Vereinsmitglieder dann bei einem kleinen Vorschießen auf das nahe Ziel, die Reisstrohrolle (Makiwara). Alle Schützen hatten selbst erst ein Jahr oder zwei Jahre zuvor den Workshop besucht und damit ihren Weg begonnen.

Danach konnten die Teilnehmer selbst erste Erfahrungen damit machen, wie sich der Yumi, der japanische Langbogen anfühlt und wie beeindruckend die mehr als 2,21 Länge der Bögen sein kann. Nachdem der korrekte Griff am Bogen angesetzt wurde, folgten erste kleine Übungen zum Ausziehen des Bogens und anschließend zum „flitschen“ der Sehne bei kurzem Auszug und dem wichtigen Arbeit, die von der linken Hand verrichtet werden muss, um den Bogen zu drehen.

Bereits am Ende des ersten Tages war es soweit – die Teilnehmer konnten unter Anleitung von Johannes das erste Mal selbst den doch recht komplexen Ablauf vor dem Makiwara üben und anschließend auch ihre ersten Pfeile auf die Reisstrohrolle schießen. Die Abläufe wurden dann auch intensiv geübt und mit Hilfe der Hinweise unseres Trainers verbessert. Am Ende des zweiten Tages hatten sich Haltung, Fluss der Bewegung, der Griff am Bogen und insgesamt die Ausstrahlung der Teilnehmer beim Schießen deutlich verändert.

Mit zahlreichen Informationen, praktischen Erfahrungen und motivierenden Eindrücken sind unsere Kursbesucher ihre ersten Schritt auf dem Bogenweg gegangen und wir freuen uns, dass sich auch in diesem Jahr wieder einige neue Kyujin gefunden haben, die mit uns gemeinsam all die Herausforderungen und Hindernisse des Bogenweges überwinden wollen.

Auch im nächsten Jahr wird es wieder einen Workshop für Anfänger geben, dann hoffentlich ohne die Corona-Einschränkungen.

Bis dahin empfehlen wir allen, die noch mehr über Kyudo in NRW und Anfängerkurse in anderen Vereinen wissen wollen, einen Blick auf die Seite des Nordrhein-Westfälischen  Kyudo Verbands e.V. (NWKyuV e.V.):  

www.kyudo.nrw

Kyudo Workshop II – 23. August 2020 – ausgebucht

Dank der sehr hohen Nachfrage ist nun auch der Anfängerkurs für den 23. August 2020 ausgebucht. Wir bedanken uns bei allen Interessenten.

Weitere Kyudo-Workshops werden im Juni nächsten Jahres stattfinden. Wir informieren euch hier auf der Seite, sobald dazu die Termine stehen.


Euer Düsseldojo Vorstand

5. Koi Taikai (2020) abgesagt

Durch die anhaltenden Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie muss unser diesjähriges Koi Taikai leider ausfallen. Damit verschiebt sich das 5. Koi Taikai auf nächstes Jahr.

Kommt bei Fragen gern auf uns zu.

Bleibt gesund und bis hoffentlich bald.

Euer Düsseldojo Vorstand

Neujahrsschießen im Düsseldojo

Ein Bericht von Peter Fey

Die Kyudoka vom Düsseldojo begrüßen das Jahr der Ratte. Voller Vorfreude und gut vorbereitet fanden wir uns dazu am Samstag dem 11.01.2020 zum Neujahrsschießen am Aderdamm ein.  Bei schönstem Neujahrswetter bereiteten wir gemeinsam mit unseren Gästen aus Mönchengladbach das Dojo vor. Das Kyudo-Jahr konnte nun beginnen.

Nach der Begrüßung der Anwesenden Kyudoka leitete Johannes Maringer mit einem Yawatashi das Kagami Biraki ein. Das dabei alle Pfeile sicher ihr Ziel fanden ist sicher ein gutes Zeichen für ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr.

Im Anschluss starteten alle sicheren Mato-Schützen mit einem Heki-Taihai ins Jahr der Metallratte. Für die Jüngeren unter uns war es nicht nur das erste Taihai 2020, sondern auch das erste Taihai zu fünft. Eine spannende und sehr lehrreiche Erfahrung.

Der lockere Part mit Mato Asobi, den Zielspielen begann nach einer kurzen Stärkung durch die zahlreichen mitgebrachten Leckereien. Für die traditionell durchgeführten Zielspiele hatten wir bereits im Dezember verschiedene Mato und andere Ziele vorbereitet. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Künstler, die unser Neujahrsschießen mit wunderschönen Matos zu einem besonderen Erlebnis machten.

Beim Mato Asobi hatte jeder Schütze einen Pfeil für eines der insgesamt 20 verschiedenen Ziele. Die dreifarbigen Mato und das ANKF-Mato waren dabei noch die leichteren Ziele. Schwierig wurde es bei Fächer, Helm oder dem Iwari. Das vermeintlich einfachste Ziel, das O-Mato, eine Zielscheibe von etwa einem Meter Durchmesser, entpuppte sich dann doch als psychischer Prüfstein, da die Angst hier zu verfehlen, doch besonders groß war.

Am Ende konnten wir aber auch hier zahlreiche Treffer landen. Die zielsicherste Schützin des Neujahrschießens war Darlene Maringer, die sich mit insgesamt 74 Punkten den Sieg sicherte. Nur einen einzigen Punkt dahinter kam unser Gast Bernd Thewes aus Mönchengladbach mit 73 Punkten auf Platz 2.  Den dritten Rang sicherte sich ebenfalls ein Mönchengladbacher, Detlef Foth mit 35 Punkten.

Für uns war das Neujahrsschießen ein wundervoller Start und wir wünschen allen Kyudoka im Jahr der Metallratte Gesundheit, Erfolg und große Fortschritte auf dem Bogenweg.