Frankfurt Open 2022

Ein Bericht von Peter Fey

September ist für uns wie auch in den Jahren zuvor der Wettkampfmonat. Hier finden in schneller Folge viele regionale und nationale Wettkämpfe statt. Dieses Jahr machten die Frankfurt Open, die in den letzten 2 Jahren durch Corona hatten ausfallen müssen, den Auftakt. Am 3. September fuhr ich mit 4 weiteren Kyudoka des Düsseldojo (Lydia, Steffi, Robin und Marvin) nach Frankfurt. Ich hatte schon viel vom neu gebauten Frankfurter Dojo gehört und war entsprechend neugierig. Das Dojo ist wunderschön und es war super, sich mit den Frankfurter Kyudoka über Dojo-und Azuchibau auszutauschen.

Für den Wettkampf waren 35 Teilnehmer gemeldet und damit war es tatsächlich einer der größeren Wettkämpfe an denen ich bis dato teilgenommen habe. Trotz dieser hohen Zahl an Schützen verging der sehr gut organisierte Wettkampf in Windeseile. Wir bildeten drei 9er und ein 8er Tachi, bei dem jeder Schütze eine feste Position hatte und konnten dann in insgesamt 5 Runden unsere insgesamt 20 Pfeile im freien Schießen auf die Matos bringen. Da ich im zweiten Tachi starte, konnte ich mir die ersten Schützen noch ansehen und war direkt überrascht, wie hoch das Niveau war. Gleich mehrere Schützen konnten im ersten Tachi 3 oder sogar 4 Treffer erzielen. Ich selbst hatte aber auch einen super Tag erwischt und konnte angespornt durch die wunderschöne Umgebung und den phänomenalen Apfelkuchen (Lob an den Bäcker!) direkt in Runde 1 alle Pfeile ins Ziel bringen. Auch meine Teamkollegen trafen direkt mehrfach. 

Für mich setzte sich das in den folgenden Runden fort. Am Ende hatte ich mit 18 von 20 möglichen Treffern einen kleinen Vorsprung auf Tobias Oswald aus Frankfurt (15 Treffer) und Jörg Knütter aus Karlsruhe (ebenfalls 15 Treffer). Das Stechen um Platz 2 konnten Tobias dann für sich entscheiden. 


Ich hatte defintiv nicht damit gerechnet, den Wanderpokal aus Frankfurt mitzunehmen und hatte (und habe) noch immer großen Respekt und fasse den kleinen Kerl nur mit Samthandschuhen an.
Er wird nun für ein Jahr über den Trainingsalltag im Düsseldojo wachen, bevor ich ihn wieder nach Frankfurt zurückbringe. Ich freue mich bereits jetzt wahnsinnig darauf, nächstes Jahr wieder nach Frankfurt zu fahren und hoffe auch wieder zahlreiche Vereinsmitglieder überzeugen zu können, mich auf der Reise zu begleiten. 

Die Frankfurt Open waren durch das ganze Ambiente, die tollen Gespräche und nicht zuletzt auch durch das leckere anschließende Barbecue ein Event, das mir lange im Gedächtnis bleiben wird (vor allem auch immer dann, wenn ich mit Glasreiniger den Wanderpokal poliere 🙂).