Kyu Prüfung Dezember 2021

ein Bericht von Sabrina Kazzaz

Das neue Jahr ist da und schon fühlt sich der Abschluss des letzten Jahres an, als wäre er ewig her, dabei sind es erst etwas mehr als zwei Wochen. Der Abschluss war aber etwas Besonderes für die „Jüngsten“ im Düsseldojo, da wir unsere erste Kyu-Prüfung zum 5. Kyu hatten. Und im Anschluss wartete noch eine Weihnachtsfeier mit allerlei Leckereien auf uns.

Die Prüfung verlief sehr gut! Misato, Verena, Chi und ich haben die Prüfung zum 5. Kyu bestanden. Zuerst vor dem Makiwara zwei Pfeile abschießen, die Sicherheitsordnung beschreiben und dann wurde uns gratuliert. Einfacher gesagt als getan, denn die Anspannung in dem Moment war sehr groß und man musste sich auf das verlassen, was man in den letzten Monaten gelernt hatte.

Alles zu überdenken, war in dem Moment keine Option mehr! Man stellte sich hin, atmete tief ein und ging alle Schritte nochmal durch. Auf einmal merkte man aber, dass alles um einen herum verschwand und es nur noch um einen selbst ging. Man hörte seinen Atem deutlicher und der Einzige, der nun einen beobachtete, war man selbst. Nach dem Abschuss des Pfeiles, fühlte man dann die Erleichterung und man nahm langsam auch die anderen wieder wahr. Es war ein schönes Gefühl zu sehen, dass sich das harte Training auch ausgezahlt hatte und am Ende sogar die Prüfung Spaß machte!

Danach durften Köstlichkeiten, Süßigkeiten und das leckere Lebkuchendojo, dass Robin und Josie extra angefertigt hatten, verzehrt werden.

So endete 2021 gemeinsam mit viel Freude und Heiterkeit. Wir alle freuen uns bereits auf das Training in diesem Jahr und wünschen allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr des Tigers.

Deutsche Meisterschaft in Berlin

Ein Bericht von Peter Fey

Im November fand die Deutsche Kyudo Meisterschaft statt und für gleich 4 Kyudoka aus dem Düsseldojo war es eine Premiere. Für Josi, Steffi, Marvin und mich war es die erste Teilnahme an der deutschen Kyu-Meisterschaft und entsprechend gespannt, nervös aber auch mit viel Vorfreude machten wir uns auf den Weg nach Berlin.

Das Format des Wettkampfes war für uns auch ungewöhnlich. Wir kannten schon verschiedene Wettkämpfe, wie die Landesmeisterschaften, die deutsche Enteki-Meisterschaft oder auch die regionale Vereins-Wettkämpfe in Aachen oder Mönchengladbach. Keiner dieser Wettkämpfe hatte aber einen Part, bei dem unsere Form beurteilt wurde. Bisher hieß es nur korrektes Zielbild, schießen und hoffentlich treffen.

Bevor wir aber unter dem wachsamen Auge der Jury unsere beiden ersten Pfeile schießen konnten, stand am Samstag den 16. November noch der Team-Wettkampf auf dem Plan, für den Nordrhein-Westfalen Gisela Becker, Darlene Maringer und Christoph Bata ins Rennen schickte. Ich ergänzte als Reserve das Team, für den Fall, dass einer der Schützen vielleicht keinen so guten Tag hat. Aber alle drei zeigten sich in sehr guter Form und holten knapp hinter dem Team aus Baden Württemberg den zweiten Platz. Ein wunderbarer Erfolg für den Landesverband. Den dritten Platz belegte das Team aus Hamburg.

Dann war es endlich so weit: Deutsche Meisterschaft der Kyu-Grade. Die Startreihenfolge der Teilnehmer in den Tachi wurde ausgelost und dann konnte es auch schon losgehen. Der Druck ist noch einmal ein ganz Anderer als bei einer Prüfung, besonders dann, wenn nur wenige Meter vor einem die Wertungsrichter, alle 6. und 5. Dane, sitzen und jede Bewegung mit Adleraugen verfolgen. Dennoch konnten die 4 Schützen aus unserem Dojo allesamt unter die ersten 10 kommen und wir belegten in der Stilwertung die Plätze 4, 5 , 6 und 8 von insgesamt 13 Teilnehmern. Erster wurde Erik Hamann mit großem Abstand. Es war sehr interessant ihm beim Schießen zuzusehen. So konnten wir alle auch durchweg beim Zusehen noch viel lernen.

Für die Trefferwertung wurden dann noch weitere 8 Pfeile geschossen und am Ende holte sich Kevin Ruhland aus Berlin den ersten Platz mit 7 Treffern.

Für uns war es ein ganz besonderes Erlebnis und wir werden auch 2022 wieder antreten und sind schon gespannt, ob wir dann höhere Bewertungen erreichen werden.

Bis dahin wird fleißig geübt.

Landesmeisterschaften NRW

Ein Bericht von Steffi Schmitz

Nachdem einige unserer Schützen bereits im September an zahlreichen Wettkämpfen und Veranstaltungen teilgenommen haben und oftmals auch erfolgreich höhere Platzierungen erringen konnten, haben sich die Wettkämpfe auch im Oktober noch fortgesetzt.

Gleich der erste Sonntag des Monats wartete mit der Landesmeisterschaft NRW in Bonn auf. Insgesamt acht unserer Mitglieder nahmen sowohl an der Einzelmeisterschaft als auch an der Mannschaftsmeisterschaft teil. Zuerst war Letztere an der Reihe; da hier die Mannschaften aus je drei Schützen bestanden, konnten wir zwei komplette Mannschaften stellen und das dritte Team mit einem Schützen aus dem Dojo Mönchengladbach auffüllen. Insgesamt gab es zwölf Mannschaften.

Geschossen wurden insgesamt 48 Pfeile pro Mannschaft – vier Pfeile pro Person in vier Runden, in Zasha / Kyogi Maai. Die Mannschaften wurden in vier Dreiergruppen aufgeteilt, sodass immer drei Tachis gleichzeitig schossen. Am Ende wurden alle Treffer zusammen gezählt, und die drei Mannschaften mit den meisten Treffern bekannt gegeben.

Danach folgte nach einer kurzen Pause sogleich die Einzelmeisterschaft. Hier traten alle gemeldeten Schützen in einem Vorentscheid gegeneinander an. Jeder Teilnehmer schoss vier Pfeile in der ANKF-Standform; die besten sechzehn Schützen, die Anzahl der Treffer entscheidend, kamen in die nächste Runde. Ein paar der hinteren Plätze wurden durch ein Stechen entschieden. Ab da wurde im ANKF-Taihai geschossen.

Nach insgesamt vier Runden und einigen spannenden Stechen später standen die Gewinner der Landesmeisterschaft NRW fest. Wir gratulieren den Gewinnern! Unsere Schützen gaben wie immer ihr Bestes, doch leider war die Konkurrenz zu groß, um einen der vorderen Plätze zu belegen.

99 Pfeile Wettkampf in Aachen

Ein Bericht von Josephine Hirschfeld

Der September ist angekommen und damit auch wieder die Wettkampfzeit. Nach der langen Reise zur Enteki Meisterschaft in Bayern kündigte sich am 18. September 2021 auch der 99 Pfeile Wettkampf wieder an.

Nach der Gewöhnung an die langen Fahrten nach Bayern kam Team Düsseldojo etwas früher als geplant im schönen Aachener Dojo an, konnte dafür aber als Wettkampfeinstimmung noch eine Tasse grünen Tee genießen.

So wurde noch einmal ordentlich Energie gesammelt, bevor Pete, Lydia und Josi sich mit Darlene als Rückendeckung (Ersatz-Schützin) der Herausforderung des Wettkampfes in 9 Runden je 33 (8 X 4 + 1) Pfeile zu schießen stellten.

Nach dem Angrüßen in den ersten Runden startete unser Team als viertes von fünf Teams. Anfangs noch etwas verloren aber schnell durch Darlene koordiniert fand sich Team Düsseldojo langsam in den Heki-Wettkampf ein.

Die wohlverdiente Halbzeitpause wurde anschließend mit Essen, Trinken und Gesprächen mit anderen NRW-Schützen gefüllt.
Auch wenn Team Düsseldojo zu diesem Zeitpunkt mit Bonn gemeinsam auf dem dritten Platz lag, wurden sie im Laufe des weiteren Wettkampfes leider von Bonn überholt.

Platz 1 ging schließlich mit 60 Treffern an Team Speedies aus Aachen, die als Gewinnerteam ihren Namen in den Wanderpokal eingravieren durften.
Platz 2 ging mit 51 Treffern an Team Kame Hame Ha, ebenfalls aus Aachen.
Platz 3 Ging mit 35 Treffern an Team Bonn.

Auch wenn unser Team dieses Jahr leider keine Platzierung erzielen konnte, ist der 99 Pfeile Wettkampf im Aachner Dojo den Besuch immer wieder wert und die 33 Pfeile im (Heki-)Wettkampf-Taihai sind ein gutes Oberschenkelmuskel-Training.

Unseren Glückwunsch an die Sieger aus Aachen und Bonn!

Wir freuen uns schon darauf euch nächstes Jahr wieder herauszufordern!

Gedanken zum Bogenweg

ein Bericht von Vicky Nern und Robin Garbacik

In unseren ersten eineinhalb Jahren auf dem Bogenweg haben wir viel erlebt und wollen euch einen kurzen Einblick darin geben. Im Juni 2020 haben wir durch den Anfängerworkshop den Verein und vor allem das Kyudo kennengelernt. Wir waren sofort davon begeistert, wie jeder für sich, aber am Ende doch alle gemeinsam daran arbeiten, auf dem Bogenweg weiter zu kommen. Die Mitglieder haben uns herzlich aufgenommen und Johannes hat uns mit viel Geduld alles erklärt, auch wenn er uns manche Sachen immer wieder sagen musste. Dabei können wir uns noch gut daran erinnern, was das war, was Johannes zu uns gesagt hat, „Bogen heben, aber die Schultern bleiben unten.“ Alles schien zu dieser Zeit noch so unerreichbar, die Bewegungsform Ausführung oder gar einen Pfeil alleine abzuschießen, so dass er in die Mitte vom Makiwara stecken bleiben würde. Im Herbst 2020 durften wir uns der 5. Kyu-Prüfung, vor dem Makiwara, stellen und haben diese trotz großer Nervosität, gemeistert. Danach durften wir uns Gi, Obi und Hakama kaufen und diese beim Training tragen. Unser Trainer Johannes und die älteren Mitglieder hatten viel Geduld mit uns und haben uns immer wieder beim richtigen Anlegen der Sachen geholfen. Wir waren wieder ein kleines Stück weiter auf unserem Bogenweg. Im ersten Jahr haben wir als Helfer und Zuschauer an verschiedenen Wettkämpfen teilgenommen. Dort konnten wir viele Eindrücke sammeln und Kyudoka aus anderen Dojos kennenlernen. Besonders freuen wir uns darauf, dieses Jahr selbst an zwei Wettkämpfen teilnehmen zu können und sind sehr gespannt auf diese neue Erfahrung des Teilnehmers. Die Corona-Pandemie hat natürlich auch uns betroffen und wir durften lange nicht im Dojo trainieren, aber auch in dieser Situation wurden wir von unserem Trainer gut unterstützt. Er hat uns viel Literatur zur Verfügung gestellt über Bewegungsformen, die Materialpflege und über die Leitgedanken des Kyudo, des Weiteren haben wir viel mit dem Ziehgummi geübt. Im August 2021 haben wir auch unsere 4. Kyu-Prüfung abgelegt und bestanden. Nun haben wir begonnen, intensiv das Schießen auf die Matos und die neuen Bewegungsformen, wie zum Beispiel das Taihai, zu üben. Wir sind mit großer Freude dabei und versuchen unsere Form stetig zu verbessern. Es ist viel passiert, in unseren ersten eineinhalb Jahren auf dem Bogenweg, und wir sind gespannt, was noch kommen wird. Wir sind sehr dankbar für die tolle Unterstützung durch unseren Trainer Johannes und das tolle Miteinander unter den Mitgliedern.

Kyuprüfung am 21. August

September und Oktober stehen ganz im Zeichen vieler Wettkämpfe aber bereits im August gab es für uns etwas zu feiern. Eine Prüfung im Dojo stand an und diesmal durften wir Älteren zuschauen und mitfiebern.
Nach der doch recht langen Corona-Pause haben alle Mitglieder fleißig trainiert und so konnten dann auch Vicky, Marvin, Sascha, Joshua und Robin selbstbewusst zu ihren Prüfungen antreten.
Das Training hat sich ausgezahlt. Unter dem wachsamen Auge von Trainer (und Prüfer) Johannes bestand Sascha die Prüfung zum 5. Kyu und gleich darauf konnten Marvin, Vicky, Robin und Joshua sich ihren 4. Kyu verdienen. Nur eine Woche später holt David sich ebenfalls seinen 4. Kyu.
Auch die Fragen zu Theorie und Sicherheitsordnung stellten kein Problem dar und wir konnten anschließend alle gemeinsam entspannt den Abend in gemütlicher Runde und leckere Gegrilltem ausklingen lassen.
Wir gratulieren allen zu ihrer neuen Graduierung und freuen uns bereits auf die kommenden Wochen und Monate, in denen wir uns gemeinsam auf die nächsten Prüfungen vorbereiten.

2. Kyudo Workshop (18.07.)

Letzte Woche fand bei herrlichem Wetter unser zweiter Kyudo Anfänger Workshop statt. Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, mit wie viel Elan und Begeisterung die Teilnehmer zum Workshop kommen. So starteten wir auch am Sonntag nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einem Vorschießen durch Johannes wieder direkt mit den ersten Übungen.

Ein Vergleich der Bilder zwischen den ersten Handgriffen am Ziehgummi und dem ersten Abschuss aufs Makiwara lässt uns immer wieder aufs Neue staunen, wie schnell innerhalb eines Workshop-Tages Fortschritte erzielt werden.
Die ersten Schritte mit dem Ziehgummi waren sichtlich ungewohnt und auch die Zugkraft von etwa 3 bis 5 Kilo forderte unsere Gäste direkt von Anfang an. Nach den ersten intensiven Übungen und regelmäßigen Stärkungen in den kleinen Pausen, gelang das Aufziehen des Gummis aber besser und besser. Zwischendurch konnte die stark geforderte linke Hand etwas ausgeruht werden, wenn Johannes tiefer in Materialkunde und Geschichte des Kyudo eintauchte. Insbesondere die Materialkunde, konnte dann auch hautnah überprüft werden, als jeder zum ersten Mal einen Yumi mit seiner beachtlichen Länge in den Händen hielt.

Doch dabei sollte es natürlich nicht bleiben. Nach einer Stärkung mit selbstgemachtem Sushi ging es dann auch an die ersten Übungen mit dem Bogen.

Auch diesmal konnten alle Teilnehmer letztendlich vor dem Makiwara den vollen Auszug mit angelegtem Pfeil erreichen und diesen erfolgreich in die Strohrolle schießen. Da wir diesmal wunderschönes Wetter hatten, konnten wir auch noch auf eine etwas größere Entfernung auf die Mato-Schreiben schießen. Den Versuch wagten dann auch zwei mutige Teilnehme.
Aber seht selbst, was unsere Workshopteilnehmer gelernt haben. Wir haben die schönsten Schnappschüsse herausgesucht:


Für 2021 gibt es keine weiteren Workshops, wir freuen uns aber schon jetzt auf die Workshops 2022. Anfang 2022 werden wir dazu die Anmeldung auf unserer Webseite öffnen.


Bis dahin, bleibt alle gesund und genießt die sonnigen Tage.
Euer Düsseldojo Team

1. Kyudo Workshop 2021

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so konnte der erste Kyudo-Workshop dieses Jahres nach einer Corona-bedingten Verschiebung am gestrigen 04.07. endlich stattfinden.

Die Helfer fanden sich schon früh gegen halb 9 am Dojo ein und bereiteten alles für die Workshopteilnehmer vor. Das Dojo wurde geöffnet, die Kamiza hergerichtet, durchgewischt, die Pfeilfänger wurden aufgestellt und anschließend wurden die Gummizwillen, sowie die Übungshandschuhe vorbereitet und ein Anmeldebereich angelegt.


Auch wenn die Vorgaben inzwischen deutlich gelockert wurden, achteten wir doch darauf genug Raum zum umziehen und zum bewegen zu bieten. Masken gehörten immer noch zum vertrauten Bild und auch das allgegenwärtige Desinfektionsmittel durfte nebst Markierung für jeden Teilnehmer im Dojo nicht fehlen.


Die Teilnehmer brachten dann nicht nur freudige Erwartung mit, sondern auch gutes Wetter. So konnte es auch nach der Anmeldung direkt losgehen und wir fanden uns im Dojo bei einer Vorstellungsrunde ein. Es ist immer wieder sehr interessant zu hören, warum die Teilnehmer an einem Kyudo-Workshop interessiert sind. Das reicht von eigenen Erfahrungen mit anderen Budo-Künsten (Karate, Taekwondo, Aikido) über stärker sprituelle bis hin zu gesundheitlichen oder ästhetischen  Aspekten. Gemeinsam war aber allen die Spannung, wie Kyudo wirklich ist und die Motivation es selbst auch einmal zu probieren.

Nach der Vorstellungsrunde eröffnete Johannes den Workshop mit einem Yawatashi, bei dem die Teilnehmer einen ersten Eindruck zu Etikette, Bewegungsabläufen, der imposanten Größe des Bogens und auch der Kraft dieses Sports bekamen.


Dann wurde es auch schon ernst und jeder durfte sich an der Gummizwille versuchen. Alle nahmen ihre Positon ein, richteten den Blick zum Ziel aus, führten ihr erstes Ashibumi durch und probierten den richtigen Griff zu finden. Diese ersten Versuche erinnerten mich sehr an meinen eigenen Workshop vor 2 Jahren bei dem ich nahezu die gleichen Herausforderungen hatte. Aber die Teilnehmer lernten schnell und als es Zeit für die erste Trinkpause war, hätten einige diese am liebsten ausgesetzt, um noch etwas mehr üben zu können. Auch das kam mir bekannt vor.


Nach der Pause wurde intensiv weiter das korrekte Greifen und Ausziehen der Zwille geübt. Und auch wenn der Widerstand der Gummizwillen mit etwa 3 bis 4 Kilo relativ gering ist, so war die ungewohnte Bewegung doch durchaus herausfordernd. Daher gab es zwischendurch zur Auflockerung von Johannes immer wieder interessante Hintergründe zur Geschichte, zum Material und auch zur Etikette im Kyudo.
Und wie jedes Jahr war auch in diesem Jahr das Staunen über die tatsächliche Größe der Bögen, wenn man sie in der Hand hält, groß. Amüsiert verfolgte ich die Versuche der Teilnehmer im Dozukuri ihre Knie zu finden und den Bogen darauf abzustellen. Mir erschien das im ersten Workshop auch als nahezu unmöglich und ich zweifelte zuweilen, ob ich überhaupt Knie besitze. Nach ein wenig Üben gelang das den Teilnehmern aber schon sehr gut und die ersten Übungen mit den Bögen konnten durchgeführt werden.

Während das weite Aufziehen des Bogens Kraft verlangte, brauchte es beim „flitschen“ mit kurzgezogener Sehne vor allem Koordination, um die linke Hand kräftig nach außen zu drehen.
Um die mitunter anstrengenden Übungen aufzulockern, und der Wärme gegenzuwirken, gab es zwischendurch immer wieder kleine Trinkpausen und Gelegenheit zur Diskussion, sowie eine längere Pause mit Leckereien zur Stärkung.


So gewappnet konnte dann auch das Finale beginnen – die Übungen und das Abschießen eines Pfeiles vor dem Makiwara. Dabei wurde durchaus deutlich wie viel Koordination und Kraft Kyudo einem abverlangen kann, aber alle Teilnehmer konnten ihre Pfeile erfolgreich ins Makiwara schießen.


Nach einer abschließenden Feedbackrunde gab es dann noch einmal eine kleine Stärkung für den Heimweg und die Möglichkeit Fragen zu stellen.


Es ist immer wieder eine Freude die ersten Schritte eines möglichen zukünftigen Kyudoka zu sehen, gerade auch, weil sie uns so frappierend an unsere eigenen ersten Schritte erinnern.

Wir haben den Workshop sehr genossen und hoffen, den ein oder anderen vielleicht bald wiederzusehen und gemeinsam den Bogenweg zu bestreiten.


Euer Düsseldojo Team

Sommerfest 2021

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen und so holten wir unser Neujahrsschießen dieses Jahr einfach im Juni als Sommerfest nach. Mit Inzidenzen im einstelligen Bereich und dem wiederaufgenommenen Trainingsbetrieb startete gewissermaßen auch unser Kyudo-Jahr 2021 so richtig und daher freuten wir uns alle sehr auf die Mato Asobi und das anschließende Grillen im Freien.

Eröffnet wurde das Sommerfest durch ein Yawatashi von Trainer Johannes und ein anschließendes  Taihai der älteren Schützen.

Danach durfte sich jeder warm schießen und nach einer kurzen Trinkpause an diesem wunderbar sonnigen und entsprechend warmen Tag konnten wir auch schon mit der Auslosung der Startreihenfolge beginnen.

Insgesamt 12 Mato-Schützen versuchten sich an den teils wunderschönen, teils recht schwierigen Zielen. Angefangen bei künstlerisch wundervoll gestalteten „Stier-Matos“ über winzige Mini-Matos bis hin zum Luftballon- und alljährlichen Kalenderschießen konnte jeder Schütze seine Zielgenauigkeit nach so vielen Monaten des Wartens testen.

Mit einem fulminanten dritten Durchgang mit 3 von 4 Treffern, die zahlreiche Punkte brachten, holte sich Lydia am Ende den ersten Platz. Doch auch die anderen Schützen waren nicht eingerostet und konnten mit schönen Treffern ein durch das Dojo hallendes YOSH!! auslösen.

So warmgeschossen und voller Eifer nutzten wir die Gelegenheit und übten auch gleich noch einmal ANKF- und Heki Taihai und verdienten uns damit die anschließenden Leckereien, die von allen Mitglieder beigesteuert wurden, redlich.

Es fühlt sich etwas sonderbar an, dass wir unser nächstes Kagami Biraki schon in einem halben Jahr haben werden, aber gegenwärtig sind wir einfach alle sehr froh, dass wir wieder gemeinsam den Bogenweg gehen und genießen können. In diesem Sinne wünschen wir allen Kyudoka ebenfalls ein lehrreiches, entspanntes und vor allem gesundes restliches Jahr 2021 und hoffen den ein oder anderen bei gemeinsamen Veranstaltungen in diesem Jahr wiedersehen zu können.


Eure Düsseldojo Kyudoka

Wiederaufnahme des Trainings :-)

Was lange währt wird endlich gut. Seit letztem Wochenende können wir dank gesunkener Inzidenzen wieder in der Gruppe trainieren, wenn auch noch unter gewissen Auflagen, wie maximal zwei Personen in der Umkleide, Maske tragen und Abstandsregeln.


Dennoch war das erste gemeinsame Training letzter Woche ein willkommenes kleines Stück Normalität. Nach dem Angrüßen und einem Yawatashi durch Trainer Johannes, durften dann auch die Älteren zeigen, dass sie in den letzten fast 8 Monaten ohne Gruppentraining kaum etwas verlernt hatten.
Nach einem gelungenen Vorschießen im Heki-Taihai konnten wir dann alle die Atmosphäre genießen und nutzten die Zeit um bei angenehmen 20 Grad wieder voll ins Taihai-Training und Techniktraining einzutauchen.

Wir freuen uns auf einen Sommer mit vielen gemeinsamen Trainingseinheiten und die Workshops, die in den kommenden Wochen anstehen.

Bleibt alle gesund und hoffentlich sieht man sich bald bei Workshops, Wettkämpfen und gemeinsamen Prüfungen.