Sommer-Anfängerkurs 2019 im Düsseldojo

(Dieser Bericht wurde von unserem Mitglied Ralf erstellt, welcher im letzten Jahr an dem Anfängerkurs teilgenommen hat und in diesem Jahr als Helfer die Veranstaltung unterstützt hat.)

Am ersten Juniwochenende organisierte der Kyudo Verein Düsseldojo, wie bereits im letzten Jahr, ein Einsteigerkurs für Menschen, die Kyudo, das traditionelle japanische Bogenschießen, kennen lernen wollten.

Vor fast genau einem Jahr hatte ich diese Möglichkeit auf dem Vereinsgelände am Aderdamm selber genutzt und übe mich seit dem, zusammen mit anderen Mitgliedern des Vereins, auf dem Weg des Bogens.
So war es für mich besonders spannend, nun als Helfer des Dojoleiters Johannes und der Assistenten Darlene, Angie und Jonas am zweiten Seminartag teilzunehmen und die 16 Einsteiger, ähnlich wie mich selber vor einem Jahr, zu erleben.

Der erste Tag begann mit einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde. Die Mitglieder vom Kyudo Verein Düsseldojo berichteten über Ihren Bogenweg, Erfahrungen und die Faszination Bogenschießen.
Der Workshop wurde mit einen Vorschießen eröffnet, danach begann die Übung mit Zwille und den 8 Bewegungsstufen: Ausrichtung zum Ziel, setzen der Füsse, Körperhaltung, greifen von Ziehgummi, heben und aufspannen, vollauszug, körperliche und geistige Arbeit vorm Abschuss, Arbeit der linken Hand, Abschuss und zurückführen der Hände.

Am zweiten Tag wurden bei hochsommerlichem Wetter die Übungen vom Vortag wiederholt und vertieft, die Teilnehmer nahmen die acht Positionen eines Schießvorganges ein und übten die Bewegungen mit der Zwille als Vorbereitung zum Umgang mit dem Bogen.
Die Übungsleiter betreuten die einzelnen Gruppen und gaben unermüdlich Tipps, um den Ablauf zu verbessern.

Zwischen den praktischen Übungen gab Johannes Informationen zu Geschichte, Material und anderen Themen rund um das Kyudo, um den Einsteigern ein umfassendes Bild zu vermitteln.
Auch für die notwendigen Pausen und Verpflegung war gesorgt, schließlich forderten die neuen Eindrücke und Erfahrungen sowie die hohen Temperaturen viel Energie von den Teilnehmern.

Als der Umgang mit der Übungszwille sicherer geworden war, wurde diese gegen den japanischen Bogen ausgetauscht. Zuerst wurde die Sehen nur ein kurzes Stück ausgezogen und losgelassen, danach dann der volle Auszug mit eingelegtem Pfeil und noch ohne Abschuss.
Als auch dieser Ablauf eingeübt war, konnten die Teilnehmer auf eine etwa zwei Meter entfernte Strohrolle („Makiwara“) schießen.
Hierbei waren die vier Betreuer besonders gefordert, da dieses erste Schießen gerade für Einsteiger einen komplexen Bewegungsablauf darstellt.

Zum Ende des Seminars gab es dann als Abschluss die Möglichkeit, dass Schießen auf 28 Meter Entfernung auf eine Zielscheibe („Mato“) zu probieren.Ich fand es mutig, dass alle Teilnehmer diese anspruchsvolle Aufgabe angenommen hatten, besonders nach den erst wenigen Stunden des Übens.
Nachdem auch dieser letzte Abschnitt des Tages gut geschafft war, konnte jeder in einer kurzen Abschlussrunde von seinen Erfahrungen berichten.

Ich hatte den Eindruck, dass alle Teilnehmer einen intensiven Eindruck des japanischen Bogenschießens gewonnen hatten und auch einige diesen spannenden Weg des Bogens im Verein weitergehen wollen.