Gedanken zum Bogenweg

ein Bericht von Vicky Nern und Robin Garbacik

In unseren ersten eineinhalb Jahren auf dem Bogenweg haben wir viel erlebt und wollen euch einen kurzen Einblick darin geben. Im Juni 2020 haben wir durch den Anfängerworkshop den Verein und vor allem das Kyudo kennengelernt. Wir waren sofort davon begeistert, wie jeder für sich, aber am Ende doch alle gemeinsam daran arbeiten, auf dem Bogenweg weiter zu kommen. Die Mitglieder haben uns herzlich aufgenommen und Johannes hat uns mit viel Geduld alles erklärt, auch wenn er uns manche Sachen immer wieder sagen musste. Dabei können wir uns noch gut daran erinnern, was das war, was Johannes zu uns gesagt hat, „Bogen heben, aber die Schultern bleiben unten.“ Alles schien zu dieser Zeit noch so unerreichbar, die Bewegungsform Ausführung oder gar einen Pfeil alleine abzuschießen, so dass er in die Mitte vom Makiwara stecken bleiben würde. Im Herbst 2020 durften wir uns der 5. Kyu-Prüfung, vor dem Makiwara, stellen und haben diese trotz großer Nervosität, gemeistert. Danach durften wir uns Gi, Obi und Hakama kaufen und diese beim Training tragen. Unser Trainer Johannes und die älteren Mitglieder hatten viel Geduld mit uns und haben uns immer wieder beim richtigen Anlegen der Sachen geholfen. Wir waren wieder ein kleines Stück weiter auf unserem Bogenweg. Im ersten Jahr haben wir als Helfer und Zuschauer an verschiedenen Wettkämpfen teilgenommen. Dort konnten wir viele Eindrücke sammeln und Kyudoka aus anderen Dojos kennenlernen. Besonders freuen wir uns darauf, dieses Jahr selbst an zwei Wettkämpfen teilnehmen zu können und sind sehr gespannt auf diese neue Erfahrung des Teilnehmers. Die Corona-Pandemie hat natürlich auch uns betroffen und wir durften lange nicht im Dojo trainieren, aber auch in dieser Situation wurden wir von unserem Trainer gut unterstützt. Er hat uns viel Literatur zur Verfügung gestellt über Bewegungsformen, die Materialpflege und über die Leitgedanken des Kyudo, des Weiteren haben wir viel mit dem Ziehgummi geübt. Im August 2021 haben wir auch unsere 4. Kyu-Prüfung abgelegt und bestanden. Nun haben wir begonnen, intensiv das Schießen auf die Matos und die neuen Bewegungsformen, wie zum Beispiel das Taihai, zu üben. Wir sind mit großer Freude dabei und versuchen unsere Form stetig zu verbessern. Es ist viel passiert, in unseren ersten eineinhalb Jahren auf dem Bogenweg, und wir sind gespannt, was noch kommen wird. Wir sind sehr dankbar für die tolle Unterstützung durch unseren Trainer Johannes und das tolle Miteinander unter den Mitgliedern.