Offene 28. deutsche Enteki-Meisterschaft 2019 im Düsseldojo – Von lauten und leisen Tönen

Ein Bericht von Peter Fey

Nachdem der Kyudoverein Düsseldojo bereits das Enteki-Event im letzten Jahr ausgerichtet hatte, war es am 07. und 08. September diesen Jahres wieder so weit. Wir luden zu den offenen 28. Enteki- Meisterschaften nach Düsseldorf ein und 33 Schützen aus 7 Bundesländern, sowie Gäste aus Frankreich, Großbritannien, Ungarn und den Niederlanden trafen sich zu einem spannenden Wettkampf.
Für mich als Anfänger auf dem Bogenweg war es das erste Event dieser Art und es wird mir lange in Erinnerung bleiben. Die zwei Tage beeindruckten besonders durch den starken Kontrast lauter und leiser Töne.
Bereits in den Tagen vor dem Event waren zahlreiche Helfer eifrig damit beschäftigt das Event bestens vorzubereiten. Am Samstag den 07. September war es dann so weit. Während noch die letzten Vorbereitungen getroffen wurden, trafen bereits die ersten Kyudoka ein. Die Vorfreude war spürbar.
Das Event startete mit einer eindrucksvollen Zeremonie des Wettkampfleiters Shigeyasu Kameo. Die gespannte Stille der Zuschauer und Kameos standen im krassen Gegensatz zum Donnergrollen des vorbeiziehenden Gewitters in der Ferne. Besser hätte das Event nicht starten können und auch der Wettergott war uns danach gewogen und wir konnten uns Samstag und Sonntag bis auf seltene Schauer über sonnige Wettkämpfe freuen.
Als Kanteki beobachtete ich nicht nur den Pfeilflug sehr genau, sondern auch die Technik der anwesenden Kyudoka. Lernen durch Beobachten – für uns Anfänger war der Wettkampf gleichzeitig ein 2 Tage währendes Seminar.
Am ersten Tag im Einzelwettkampf wurden insgesamt 4 Runden a 4 Pfeile geschossen. Auch ohne hinzusehen ließen sich feine, aber sehr klare Unterschiede heraushören, wenn die Teilnehmer auf das 60 Meter entfernte Ziel schossen. Ob helles Sirren, kraftvolles Zischen oder ein gespenstisch leiser Schuss, bei dem nur Abschuss und der folgende Treffer hörbar waren – es war alles dabei.
Den Titel holte sich Stefan Brendel aus Bayern mit 11 Treffern von 16 Pfeilen. Lediglich einen einzigen Treffer hinter ihm belegte Anna Rykov aus Hessen den zweiten Platz. Der dritte Platz wurde im Enkin entschieden. Ingrid Haußner und Dirk Mühlbrandt schossen jeweils einen Pfeil ab und Dirk Mühlbrandt sicherte sich mit einem satten Treffer im inneren Kreis den dritten Platz.
Nach der konzentrierten Stille im Wettkampf war es am Abend Zeit für kraftvolle laute Töne. Die Taikogruppe „Taiko Miyabi“ fesselte die Teilnehmer mit ihrer Vorführung im Dojo. Wo sonst konzentrierte Kyudoka des Düsseldojo in Stille trainieren, heizten nun galoppierende Rhythmen und durchdringend klares japanisches Flötenspiel den Zuschauern ein. Vielen Dank an dieser Stelle an Yuko Kojima-Bauer und ihr Team.
Leise und gemütlich endete der erste Wettkampf-Tag mit einem abendlichen Buffet und vielen interessanten, unterhaltsamen und lehrreichen Gesprächen.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Mannschaftswettbewerbs und der gleichzeitig durchgeführten Goldenen Mato-Meisterschaft. Im 50sten deutschen Kyudo Jahr wurde erstmals in Teams um den Sieg gerungen.
Den Teilnehmern war anzusehen, dass dies etwas Besonderes war und die von Allen geteilte Begeisterung für den Bogenweg ließ sich aus den Gesichtern ablesen.
Mit beeindruckenden 19 Treffern, von denen allein 9 Treffer aus der letzten der drei Runden stammten, setze sich das bayrische Team ganz klar von den Verfolgern ab und holte sich verdient Platz 1.
Auch im Mannschaftsschießen musste die Entscheidung der Plätze 2 und 3 durch Enkin herbeigeführt werden. Das Team aus Hamburg und das gemischte Team aus NRW und Niedersachsen konnten jeweils 13 Treffer vorweisen und mussten damit ins Stechen. Dort hatte das Hamburger Team am Ende die Nase eine Nockenlänge vorn und holte sich den zweiten Platz.
Noch deutlich knapper ging es in der gleichzeitig durchgeführten Goldenen Mato-Meisterschaft zu. Auch hier könnte man den Sieger mit den Worten „Wea ko, dea ko“ ankündigen, denn auch hier sicherte sich mit Martin Lenz am Ende einer unserer bayrischen Gäste mit zwei Treffern den Sieg.
Der zweite und der dritte Platz allerdings musste durch ein Dreifach-Enkin entschieden werden. Ich war vermutlich gespannter, als die drei Schützen Ulrich Grußendorf, Arndt Hellwig und Shigeyasu Kameo. Am Ende entschieden nur wenige Zentimeter die Plätze. Arndt Hellwig sicherte sich knapp vor Shigeyasu Kameo den zweiten Platz.
Mit der Siegerehrung, einer Danksagung an die Wettkampfrichter, die uns sicher und sehr charismatisch durch den Wettkampf geleitet hatten endete auch der zweite Tag und viele glückliche Kyudoka machten sich auf dem Heimweg, bepackt mit vielen neuen Erfahrungen und der ein oder anderen Auszeichnung.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Teilnehmern, den Wettkampfrichtern, meinem Trainer Johannes und meinen Senpais, Mike, Jonas und Martin zu bedanken. Das Wochenende hat mich auf meinem Bogenweg sehr viel weitergebracht und ich brenne bereits auf das nächste Event und darauf selbst (hoffentlich) bald an solchen Wettkämpfen teilnehmen zu können.

Materialbaukurs und Arbeiten am Vereinsgelände

Heute haben wir für die Mitglieder einen Materiallehrgang veranstaltet. Leider war der Dozent für den Landeslehrgang ausgefallen, daher ohne Gäste. Materialkunde beinhaltete Mato kleben, Sehnenkunde, Sehnenreiber flechten, Pfeile bauen mit allem was dazu gehört. Federn stanzen und Pfeile Wickeln.

Informationen und Anschauungsobjekte, Bambuspfeile, Schiesshandschuhe und Materialien zum Kriegsschiessen und zu alten Pfeilspitzen.

Aber auch am Vereinsgelände wurde einiges gewerkelt. Sichtschutz zur Strape hin, Schilder und Briefkasten auf das frisch gestrichene Tor montiert.

Beiträge und Wissenstransfer über die verschiedenen Ausbildungsstufen hinaus ist das A und O des Bogenwegs.

Zum Abschluss schiessen bei recht frischen Temperaturen. Dabei dann auch die Heulpfeile vorgeführt.

Bei Kuchen, Tee und Kaffe und natürlich den weißen Haribo Mäusen ging diese lehrreiche und kurzweilige Veranstaltung dann zu Ende.

 

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Kyu-Prüfungen April 2016

Heute am 16. April 2016 Kyu-Prüfungen im Düsseldojo. Während draußen bei heftigem Regen die Welt unterzugehen drohte haben 13 tapfere und fleissige ihre Kyu-Prüfungen erfolgreich abgelegt. Neben Mitgliedern des Kyudo Verein Düsseldojo e.V. durften wir auch Gäste aus dem ASV Dojo Mönchengladbach e.V. (Abt. Kyudo) und aus dem Kyudoruhr e,V.  Schwerte begrüßen.
Wir gratulieren den glücklichen Kyudoka zum 5. bzw. 3. Kyu.
Herzlichen Glückwunsch, weiter so!

Danach ging es dann für die beiden Bundesliga,annschaften des Kyudo Verein Düsseldojo e.V. in die zweite Runde.

Alles in allem ein sehr lebendiger Trainingstag!

 

 

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Die Sommersaison beginnt – Azuchi aufstellen

Am Ostersamstag wurde bei strahlendem Wetter das Azuchi aufgestellt. Nun kann wieder draussen am Aderdamm geschossen werden.

IMG_5164IMG_5154IMG_5150IMG_5149Natürlich wurde die Gelegenheit gleich genutzt um endlich wieder in frischer Luft und bei Sonnenschein einige Pfeile auf 28 m zu schießen.

Die Dachfolie und der Vorhang folgen in Kürze und wir hoffen auch die neue 9 x 12 m Rundbogenhalle, die als Übergangs-Dojo bis zum Baubeginn des eigentlichen Dojo dienen wird.

Skizze 2

 

 

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Werbung ist notwendig

Wir haben uns dazu entschieden offensiver für unseren Verein zu werben. WIr wollen wachsen und neue Mitglieder ansprechen. Dazu haben wir am Zaun unseres Aussengeländes am Aderdamm zwei Infotafeln im Format 150 x 80 cm angebracht. Auf diesem Gelände ist der Bau unseres 12-Mato Dojo geplant, das wir nach dem Vorbild des Shiseikan, die Budo-Halle auf dem Gelände des berühmten Meiji-jingū (明治神宮) entworfen haben.

Aderdamm Zaun 1Aderdamm Zaun 2
Eine weitere Werbung ist auf einer Werbeuhr an der Ecke Immermannstraße/Charlottenstraße, inmitten des “Japan Town Düsseldorf” zu sehen
Die Werbeuhr “Modell 350 – Modellreihe Klassik” ist eine sogenannte Großuhr, ein echter „Oldie“. Das aus der „Nierentisch-Zeit“ stammende Modell hat in den 50er Jahren „Marken gemacht“: Pfanni, Varta, Afri Cola / Bluna, Doornkaat und viele andere.
Nicht umsonst ist die Großuhr heute immer noch ein beliebtes
Modell von Stadtplanern und Architekten. Die Stadt Freiburg i.B. hat die Absicht geäußert, das Modell unter Denkmalschutz zu stellen.

Uhr 1

Uhr 2 Uhr 3

Um auch japanische Interessenten anzusprechen haben wir auf der Uhrenwerbung unsere Kontaktdaten auch in japanischer Sprache präsentiert. Auf unserer Homepage haben wir dazu den Bereich “Trainingszeiten und -Orte” ebenfalls auf japanisch veröffentlicht “練習時間と場所“.

 

 

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Kyudo Bundesliga 2016

Der Kyudo Verein Düsseldojo hat in diesem Jahr erstmalig zwei Mannschaften für die Kyudo Bundesliga 2016 gemeldet:

Team 1: “Kokoro no Kagami
(sinngemäß: “Spiegel der Seele“, nach dem japanischen Sprichwort: “Die Augen sind der Spiegel der Seele.“ 目は心の鏡 – “Me wa kokoro no kagami.”.)

Team 2: “Iwanuga Hana
(sinngemäß: “Schweigen ist Gold“, nach dem japanischen Sprichwort: “Nichts sagen ist eine Blume.“ 言わぬが花)

Kyudo Bundesliga Logo

 

 

 

 

Mit Bundesliga wird in Deutschland und in Österreich die höchste Spielklasse (Liga) in einer Sportart bezeichnet. Am bekanntesten sind dabei die verschiedenen Fußball-Bundesligen beider Länder, z. B. bei den Männern die deutsche Bundesliga und die österreichische Bundesliga. Der Deutsche Kyudo Bund e.V. (DKyuB) richtet ebenfalls eine Bundesliga im Kyudo aus.

Teilnehmer:
Teilnehmer sind die durch die Vereine gemeldeten Mannschaften. Teilnahmeberechtigt sind laut Sportordnung $4 alle sicheren Matoschützen mit gültigem Kyudopass, die Ausrüstung muss dem DKyuB-Regelwerk entsprechen. Pro Verein kann eine beliebige Anzahl von Mannschaften gemeldet werden.
Eine Mannschaft besteht aus drei Schützen. Es sollte ein Ersatzschütze pro Mannschaft benannt werden, damit der Fortbestand der Mannschaft gewährleistet ist, auch wenn ein Schütze ausfallen sollte. Der Ersatzschütze wird zusammen mit der Mannschaftsmeldung am Jahresanfang gemeldet – Wechselmodus für Ersatzschützen gemäß Wettkampfordnung.
Die Aufstellung der Mannschaftsmitglieder inklusive Ersatzschütze bleibt für den Zeitraum eines Kalenderjahrs bestehen, der Ersatzschütze kann jedoch nach Erfordernis eingesetzt werden (bezüglich Aufstellung und Ersatzschütze gilt jede Runde als eigenständiger Wettkampf).

Zeiträume:
Im Kalenderjahr werden vier Runden ausgetragen, und zwar in den Zeiträumen Januar/Februar, März/April, Mai/Juni und Juli bis September. Innerhalb dieser Zeiträume legt der Verein seine Wettkampftermine selbst fest. Es müssen nicht alle Mannschaften eines Vereins gleichzeitig starten, d.h. es sind mehrere Wettkampftermine im Rahmen der oben genannten Zeiträume möglich, wobei jedoch keine Mannschaft zweimal starten darf. Eine Runde besteht aus drei Durchgängen mit je vier Pfeilen pro Schütze. Es werden nur die drei besten Runden-Ergebnisse jeder Mannschaft gezählt.
Der Zeitraum Oktober bis November bleibt dem Stechen der im Gleichstand befindlichen Mannschaften vorbehalten. Gestochen wird nur um Platz 1, jede beteiligte Mannschaft schießt drei Durchgänge á vier Pfeile und meldet das Ergebnis wie gewohnt an den Bundesliga-Beauftragten. Sollte nach dem Stechen keine Entscheidung gefallen sein, so wird der 1. Platz geteilt. Die für das Stechen in Frage kommenden Mannschaften werden vom Bundesliga- Beauftragten benachrichtigt.

Die Regeln der Kyudo Bundesliga als PDF im Download.

 

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Azuchi steht!

Im Juli 2013 haben wir unseren Kyudo Verein gegründet und mit Stolz können wir auf das bisher geschaffte zurück blicken!

Wir haben drei feste Trainingsorte (zwei Hallen und das Aussengelände) und mehr als 20 sehr aktive Mitglieder und einige Interessierte die bereits fleissig mittrainieren und sicher auch bald zu festen Mitgliedern werden. Wir haben ein Gelände von über 3.000 m2 und dort haben wir heize bei fast 35º C im Schatten (und es gab keinen Schatten!) unser vorläufiges Azuchi gestellt.

Nun können wir 24 Stunden am Tag 7 Tage die Woche das “Kyudo der Heki Ryu Insai Ha” trainieren.

24-7 Kopie

 

 

 

 

 

Nicht nur das Azuchi wurde gestellt und die Schiessfläche mit Bambusteppichen ausgelegt, auch das erste unserer aus Reed selbst gebauten Makiwara steht und unsere Räume im Vereinsheim sind gestrichen, geputzt und eingerichtet und mit Material befüllt.

Wir können auf das Erreichte stolz sein und ich bedanke mich bei allen Helfern die an diesem doch sehr hochsommerlichen Tag Hand anlegten und Spaß beim Barbecue hatten.

Nun geht es an die Bauplanung für das endgültige Kyudojo mit 12 Mato.

Wenn man etwas wirklich will und sich dafür einsetzt, dann erreicht man es auch!

 

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Neues Freigelände und geplanter Bau eines Kyudojo

Es ist uns eine ganz besondere Freude mitteilen zu können, dass wir dank der Unterstützung des “Sportamt der Landeshauptstadt Düsseldorf” eine Kooperation mit dem “DJK Sportverein Sparta Bilk e.V. Düsseldorf” eingegangen sind.

Im Rahmen dieser Kooperation hat uns der Verein “Sparta Bilk e.V.” ein ca. 3.100 m2 großes Gelände auf dem Aderdamm 29 in Düsseldorf vermietet. Das Gelände war bisher ein Teil des dortigen Faustballfeldes.

Aderdamm Draufsicht 1Aderdamm Draufsicht 2Es ist geplant auf dem Gelände ein Kyudojo mit 12 Mato nach japanischem Vorbild zu errichten. Diese Schiessanlage soll nach Absprache auch anderen Kyudo-Vereinen in der Region zur Nutzung zur Verfügung stehen. Weiterhin bietet es sich an nach Fertigstellung des Dojo der Japanischen Schule in Düsseldorf die Anlage für den Schulsport im Kyudo-Unterricht zur Mitnutzung anzubieten.

Aderdamm Strasse 1 Aderdamm Strasse 2

Der geplante Kyudojo in Düsseldorf wird nach seiner Fertigstellung das Freizeitangebot und die Attraktivität der Stadt Düsseldorf weiter vergrößern und deren Attraktivität erhöhen. Auch die Verbundenheit Düsseldorfs mit Japan und den über 12.000 in den angrenzenden Gemeinden (davon allein über 8.000 innerhalb der Stadtgrenzen Düsseldorfs) lebenden Japanern wird so weiter vertieft. Düsseldorf als größte japanische Kolonie in Kontinentaleuropa hat der Stadt den Beinamen „Nippon am Rhein“ eingebracht oder auch “J-town”, “Little Tokyo”, oder “Nihonmachi” (日本町) und das Engagement des “Kyudo Verein Düsseldojo e.V.” zeigt wie tief die Verbindung zwischen Japan und Düsseldorf mit dem Alltagsleben verwoben ist.

Unser Dank geht an alle Unterstützer und ganz besonders an die Mitarbeiter des “Sportamt der Landeshauptstadt Düsseldorf” und an den “DJK Sportverein Sparta Bilk e.V. Düsseldorf”.

Erreichbar ist das Gelände entweder mit der Straßenbahn, Haltestelle “Josef-Kardinal-Frings-Brücke”, Bahn: 709. Oder mit dem Auto/Fahrrad über den Südring (Bundesstraße B1), Abfahrt kurz vor der “Südbrücke/Josef-Kardinal-Frings-Brücke” (aus Düsseldorf kommend Richtung Neuss).

Der Vorstand
Kyudo Verein Düsseldojo e.V.

Hier geht es zur Bildergalerie der Vertrags- und Schlüsselübergabe: Link

 

 

 

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